Leichtathletik-WM
Rückkehr zum Rekordstart: Duplantis zieht mit Bubka gleich
Leichtathletik/Halle: Weltmeisterschaft in Polen
Armand Duplantis gewinnt wieder einmal Gold.
Matthias Schrader. DPA

Die Siegesserie von Mondo Duplantis geht weiter. Bei der Hallen-WM knackt der Schwede keinen Weltrekord, siegt aber wie gewohnt. Im Siebenkampf trumpft ein Neugebauer-Konkurrent mit Weltrekord auf.

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Torun (dpa) - Leichtathletik-Star Mondo Duplantis hat bei der emotionalen Rückkehr an den Ort seines ersten Weltrekords einmal mehr seine Extra-Klasse demonstriert. Der schwedische Stabhochspringer bejubelte bei der Hallen-WM in Polen mit 6,25 Metern die nächste Goldmedaille seiner großen Karriere.

Höher als er sprang noch niemand bei einer WM unter dem Hallen-Dach. Auf den Angriff auf seinen 16. Weltrekord verzichtete Duplantis bei dieser Leichtathletik-Show. Vor einer guten Woche war der 26-Jährige atemberaubende 6,31 Meter gesprungen.

Mit seinem vierten Titel bei einer Hallen-WM zog der Schwede in dieser Wertung mit dem legendären Ukrainer Sergej Bubka gleich. Ansonsten hat er Bubka in vielen Kategorien längst überholt: Duplantis sprang in seiner Karriere weit über 100-mal über die sechs Meter - und damit mehr als doppelt so oft wie Bubka.

Karalis riskiert - und gewinnt Silber

Die Rückkehr an diesem Wochenende ins polnische Torun war für Duplantis besonders, es ist für ihn der Ort, an dem einer seiner «größten Kindheitsträume» wahr wurde. Am 8. Februar 2020 überquerte er mit 6,17 Metern erstmals in seiner mittlerweile so großen Karriere die Weltrekordhöhe.

Emmanouil Karalis, der vor Urzeiten bei der Hallen-WM 2018 sogar mal als Fünfter vor Duplantis platziert war, schenkte diesmal in Polen das Duell gegen den Superstar der Szene keineswegs ab. Dem 26-Jährigen fehlte nicht viel, um 6,20 und 6,25 Metern zu überqueren. Nach einer herzlichen Umarmung von Duplantis durfte sich der Grieche mit 6,05 Metern über Silber freuen. Die Bronzemedaille des Australiers Kurtis Marschall mit sechs Metern ging fast ein bisschen unter. 

«Übrigens, ich habe bereits mit ihm telefoniert» 

Vor dem nächsten großen Auftritt von Dominator Duplantis trumpfte der Schweizer Simon Ehammer groß auf. Bei seinem Titel im Siebenkampf knackte der Schweizer den 14 Jahre alten Weltrekord des Amerikaners Ashton Eaton mit 6.670 Punkte und war damit 25 Punkte besser als dieser im Jahr 2012. 

Beim Titelgewinn des Deutschen Leo Neugebauer bei der Freiluft-WM im September in Tokio war Ehammer als Medaillenkandidat nach drei ungültigen Versuchen im Hochsprung des Zehnkampfs noch ausgeschieden. In Abwesenheit von Neugebauer trumpfte der Schweizer in Torun nun in Extra-Klasse auf.

«Ich wollte unbedingt meinen Europarekord hier verbessern, aber dass auch der Weltrekord möglich sein würde, war schwer vorstellbar», sagte Ehammer mit Blick auf die Eaton-Marke. «Übrigens, ich habe bereits mit ihm telefoniert.» 

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