Lausanne (dpa) – Acht Tage nach ihrem EM-Titel hat Gesa Krause beim Diamond-League-Meeting in Lausanne über 3.000 Meter Hindernis aufgeben müssen. Die 34-Jährige stieg nach mehr als der Hälfte der Strecke aus. Krause konnte lange als einzige Deutsche noch mit der Spitzengruppe mithalten, fiel dann aber deutlich zurück.
Auch Olivia Gürth und Lea Meyer hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Gürth, die bei der Leichtathletik-EM in Birmingham Dritte wurde, war als Neunte in 9:22,47 Minuten beste Deutsche. Lea Meyer landete in 9:22,48 Minuten auf Rang zehn. Die 28-Jährige belegte bei den Europameisterschaften nach einem Sturz am letzten Wassergraben Platz vier.
Den Sieg in Lausanne sicherte sich die in Kenia geborene und für Bahrain startende Winfred Yavi mit einem Meetingrekord von 9:00,04 Minuten. Zweite wurde Weltmeisterin Faith Cherotich aus Kenia (9:01,90 Minuten) vor der Tunesierin Marwa Bouzayani (9:05:55 Minuten).
Aussagen von Meyer nach EM-Finale sorgen für Wirbel
Bei der EM in Birmingham hatten nach dem Finale über 3.000 Meter Hindernis trotzige Interview-Aussagen von Meyer für Aufsehen gesorgt. Dabei hatte Meyer, die auf Medaillenkurs liegend gestürzt war, die Taktik von Krause moniert. Während Meyer fast das gesamte Rennen lang die Führungsarbeit machte, hielt sich Krause im Windschatten auf.
«Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus», hatte Meyer gesagt. Am Tag nach dem Finale veröffentlichte Meyer auf Instagram einen Beitrag, in dem sie ihre Trotz-Aussagen bereute und Krause zu EM-Gold beglückwünschte.
© dpa-infocom, dpa:260821-930-565308/1
