Birmingham (dpa) - Der von Schulterproblemen geplagte Speerwerfer Julian Weber hat in brütender Mittagshitze locker den Einzug ins Finale der Leichtathletik-Europameisterschaften geschafft. Der 31-Jährige machte bei etwa 35 Grad Celsius im britischen Birmingham kurzen Prozess in der Qualifikation und warf im ersten Versuch 84,02 Meter. Er übertraf damit die erforderliche Weite von 82,00 Metern.
Weber: «Härteste Vorbereitung, die ich je hatte»
«Genau das, was ich geplant habe, konnte ich umsetzen», sagte Weber, der aufgrund von Verletzungen erst spät in die Saison einsteigen konnte. «Ich habe echt lange Probleme gehabt. Das war wirklich so die härteste Vorbereitung, die ich je hatte», erklärte der Europameister von vor vier Jahren in München.
Im Finale steht auch Youngster Nick Thumm, der mit 83,49 Metern seine persönliche Bestleistung um fast eineinhalb Meter steigerte.
Röhler acht Jahre nach Titel im Pech
Ein bitteres EM-Aus erlebte Thomas Röhler. Der Olympiasieger von 2016 warf den Speer im dritten Versuch auf 79,02 Meter. Die Weite hätte über die Platzierung zum Weiterkommen gereicht. Weil Röhler den Anlaufkorridor mit dem linken Fuß jedoch verließ, wurde der Wurf nachträglich als ungültig gewertet, so dass der Thüringer das Finale der besten zwölf Athleten als 14. mit 78,67 Metern verpasste.
Für den 34-Jährigen war es nach vielen Verletzungen die Rückkehr auf die EM-Bühne. Zuletzt war Röhler 2022 in München bei den kontinentalen Titelkämpfen dabei, 2018 in Berlin holte er sogar den Titel.
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