Leichtathletik
Fast deutscher Rekord: Ansah zieht ins 200-Meter-Finale ein
Leichtathletik: Europameisterschaft
Owen Ansah trat zwei Tage nach EM-Bronze über 100 Meter auch über 200 Meter an.
Sven Hoppe. DPA

Dem deutschen Sprinter Owen Ansah droht nach wie vor eine vierjährige Sperre. Doch bei der EM zeigt er sich vom Dopingtest-Wirbel weiter unbeeindruckt.

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Birmingham (dpa) – Der von einer Sperre bedrohte Sprinter Owen Ansah hat das Finale über 200 Meter bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham erreicht und dabei nur knapp den deutschen Rekord verpasst. Zwei Tage nach Bronze über 100 Meter gewann Ansah sein Halbfinale in 20,04 Sekunden. Er blieb damit nur zwei Hundertstelsekunden über dem nationalen Rekord von Joshua Hartmann aus dem Jahr 2023.

Einer Frage nach der möglichen Sperre wich Ansah im ZDF aus. Er wolle darüber nicht sprechen, sagte er – und brach das Interview ab. Wegen des Vorwurfs, eine Dopingprobe verweigert zu haben, hat die Nationale Anti Doping Agentur eine vierjährige Sperre gegen Ansah vorgeschlagen. Der 25-Jährige lehnt das ab und ist derzeit nicht suspendiert. Über 100 Meter holte er seine erste Einzelmedaille bei einer großen Meisterschaft.

Hartmann schied im Halbfinale in 20,36 Sekunden aus und verpasste den Endlauf nur um eine Hundertstelsekunde. Auch der dritte deutsche Teilnehmer Kameron Horton (20,58 Sekunden) ist nicht im Finale dabei. Es findet am Freitag (22.25 Uhr MESZ/ARD und Eurosport) statt.

© dpa-infocom, dpa:260813-930-526638/1

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