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Das muss man zur Leichtathletik-EM wissen
Malaika Mihambo
Weitspringerin Malaika Mihambo will bei der EM erneut auftrumpfen. (Archivbild)
Michael Kappeler. DPA

Das deutsche Team will bei der Leichtathletik-EM in Birmingham glänzen und viele Medaillen holen. Anwärter auf Edelmetall gibt es einige. Um einen von ihnen gab es zuletzt viel Wirbel.

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Birmingham (dpa) – Für die deutschen Leichtathletinnen und Leichtathleten um Leo Neugebauer, Malaika Mihambo und Co. steht der Saisonhöhepunkt bevor: Von Montag bis Sonntag geht es bei den Europameisterschaften in Birmingham um Edelmetall. Erstmals findet eine Leichtathletik-EM in Großbritannien statt.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) darf sich bei der 27. Auflage Hoffnungen auf viele Medaillen machen. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren in Rom gab es elfmal Edelmetall, aber nur einmal Gold für Weitspringerin Mihambo. 2022 in München glänzte das deutsche Team mit 16 Medaillen, darunter siebenmal Gold.

Was steht auf dem Programm?

Bei der EM gibt es 50 Entscheidungen, an sieben Wettkampftagen geht es bei Frauen und Männern in jeweils 24 Disziplinen um Titel. Darüber hinaus finden Mixed-Wettbewerbe über die 4x100- sowie 4x400-Meter statt.

Insgesamt nehmen Sportlerinnen und Sportler aus rund 50 Nationen an der EM teil. Die erste Medaillenentscheidung steigt am Montagabend (20.03 Uhr deutscher Zeit) im Kugelstoßen der Frauen, den Abschluss bildet am 16. August die 4x400-Meter-Staffel der Männer (22.48 Uhr deutscher Zeit).

Wer sind die deutschen Medaillenhoffnungen?

Angeführt wird das deutsche Team vom Zehnkampf-Weltmeister Neugebauer bei seiner EM-Premiere und Weitsprung-Star Mihambo. Beide zählen zu den größten deutschen Medaillenhoffnungen in Birmingham. Auch Hammerwerfer Merlin Hummel, der vor einem Jahr bei der WM in Tokio Silber gewann, und Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry (früher Ogunleye) hoffen auf Topplatzierungen.

Besonders im Fokus stehen die deutschen Mittel- und Langstreckenläufer, die in diesem Jahr schon mit schnellen Zeiten auftrumpften. Allerdings fehlt in Rekordler Mohamed Abdilaahi, den Fußprobleme plagen, ein großer Hoffnungsträger.

Aber auch Frederik Ruppert über 3.000 Meter Hindernis und Robert Farken über 1.500 Meter liefen in diesem Jahr deutsche Rekorde und rechnen sich für die EM etwas aus. Insgesamt besteht das DLV-Team aus 115 Athletinnen und Athleten.

Was sorgte vor der EM für besonders viel Gesprächsstoff?

Gegen den deutschen 100-Meter-Rekordler Owen Ansah ermittelt die Nationale Anti Doping Agentur (Nada). Sie prüft einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen. Direkt vor seiner Abreise zum Diamond-League-Meeting in Monaco hatte Ansah am 9. Juli daheim keine Dopingprobe mehr abgegeben, obwohl ihn ein Kontrolleur dazu aufgefordert hatte.

Er sei unter Zeitdruck gewesen und habe so kurzfristig keine Probe abgeben können, auch weil er kurz zuvor die Toilette besucht habe, hatte Ansah in einer Mitteilung des DLV angegeben.

Der 25-Jährige wurde aber nicht suspendiert, ist für die EM startberechtigt – und hat auch Medaillenchancen. In der europäischen Jahresbestenliste über 100 Meter belegt Ansah mit 9,98 Sekunden hinter dem italienischen Olympiasieger Marcell Jacobs (9,96 Sekunden) und Romell Glave aus Großbritannien (9,97 Sekunden) den dritten Platz.

Welche internationalen Stars sind dabei?

Auf den vorläufigen Startlisten stehen zehn Weltmeister von Tokio. Neben Neugebauer gehört auch der schwedische Stabhochsprung-Superstar Armand Duplantis dazu. Der 26-Jährige peilt in Birmingham nicht nur seinen vierten EM-Titel, sondern auch den nächsten Weltrekord an. Die von ihm im März aufgestellte Bestmarke liegt bei 6,31 Metern.

Bei den Frauen ist die Niederländerin Femke Broeders-Bol einer der prominentesten Namen. Die 26-Jährige gewann in Tokio WM-Gold über 400 Meter Hürden. Vor der Saison wechselte sie auf die 800 Meter. In Birmingham startet Bol erstmals bei einer großen Meisterschaft über diese Distanz.

Wer überträgt die EM?

ARD, ZDF und Eurosport übertragen die Europameisterschaften im TV. Zudem sind die Wettbewerbe in der ARD- und ZDF-Mediathek sowie auf den kostenpflichtigen Plattformen HBO Max und Discovery+ zu sehen.

© dpa-infocom, dpa:260806-930-491035/1

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