Berlin (dpa) – Die frühere Leichtathletik-Weltmeisterin Gudaf Tsegay ist für vier Monate gesperrt worden und darf bis zum 30. September keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Dies hat die unabhängige Integritätsagentur des Weltverbandes World Athletics mitgeteilt.
Bei der 29-Jährigen war den Angaben zufolge im vergangenen Dezember bei einer Trainingskontrolle die Substanz Letrozol gefunden worden. Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt.
Tsegay hatte den Gebrauch den Angaben zufolge sofort eingeräumt und Dokumente vorgelegt, die eine Einnahme aus medizinischen Gründen rechtfertigen. Während der Leichtathletik-Weltverband nachträglich eine medizinische Ausnahmegenehmigung bewilligte, lehnte die Welt-Anti-Doing-Agentur (Wada) einen solchen Schritt ab. Daraufhin kam es nun zu der Vier-Monats-Sperre.
Tsegay wurde 2022 Weltmeisterin über 5.000 Meter und holte ein Jahr später den WM-Titel über 10.000 Meter. Bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 gewann sie Bronze über 5.000 Meter.
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