Handball-EM
Vor Norwegen-Duell: Keine Mathe-Stunde für Handballer
Benjamin Chatton
Benjamin Chatton
Sina Schuldt. DPA

Die deutschen Handballer können mit einem Sieg gegen Norwegen einen großen Schritt in Richtung EM-Halbfinale machen. Rechenspiele will im DHB-Lager aber noch niemand anstellen.

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Herning (dpa) – Eine EM-Hochrechnung wollten Deutschlands Handballer trotz der guten Ausgangslage vor dem Hauptrundenspiel gegen Norwegen nicht anstellen. «Theoretisch können noch alle Teams etwas erreichen. Deshalb haben wir uns nicht damit beschäftigt, welche Ergebnisse und Konstellationen dazu führen können, dass wir auf Platz eins, zwei, drei, vier oder fünf landen», sagte Teammanager Benjamin Chatton.

Mit einem Sieg gegen die Skandinavier heute Abend (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) in Herning würde die DHB-Auswahl zwar einen großen Schritt in Richtung Halbfinale machen. Eine Entscheidung über das Weiterkommen kann in der Partie aber definitiv nicht fallen.

DHB-Team in der Pole-Position

Deutschland führt die Gruppe 1 mit 4:0 Punkten an. Dahinter folgen Titelverteidiger Frankreich, Weltmeister und Olympiasieger Dänemark, Portugal sowie Norwegen mit jeweils 2:2 Zählern. Nur Schlusslicht Spanien (0:4) dürfte schon aus dem Rennen um die ersten beiden Plätze, die den Einzug ins Halbfinale bringen, sein.

«Wir haben den Vorteil, dass die Rechnung relativ einfach sein kann, wenn wir alle Spiele gewinnen. Dass die sportlichen Aufgaben das natürlich alles andere als einfach machen, ist auch klar. Deshalb schauen wir nur auf Norwegen», sagte Chatton zur Gruppen-Konstellation.

Nach der Partie gegen den Co-Gastgeber der Endrunde warten noch die schweren Duelle mit Dänemark und Frankreich auf das Team von Bundestrainer Alfred Gislason. Kapitän Johannes Golla appellierte daher an seine Teamkollegen: «Die Konstellation ist verrückt. Jetzt kommt die Phase, wo viel über den Willen geht.»

© dpa-infocom, dpa:260124-930-589809/1

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