Champions League
Königsklassen-Final4 lockt: Bundesliga-Duo will nach Köln
Füchse Berlin - SC Magdeburg
Der SC Magdeburg und die Füchse Berlin wollen wie im Vorjahr zum Final4 in der Champions League. (Archivbild)
Marius Becker. DPA

Zwei deutsche Handball-Teams träumen vom Finalturnier in der Champions-League. Während der SC Magdeburg die Teilnahme fast sicher hat, steht den Füchsen Berlin noch ein hartes Stück Arbeit bevor.

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Berlin/Magdeburg (dpa) – Die Endstation Sehnsucht in der Champions League heißt Köln – und lockt natürlich auch den SC Magdeburg und die Füchse Berlin. Die Ausgangslage für das deutsche Topduo im Kampf um das Ticket für das Final4 in der Handball-Königsklasse könnte aber unterschiedlicher kaum sein.

Während der designierte Meister aus Magdeburg am Donnerstag mit einem komfortablen Sieben-Tore-Polster in das Viertelfinal-Rückspiel gegen Pick Szeged geht, muss der Pokalsieger aus der Hauptstadt im zweiten Duell mit One Veszprém am Mittwoch (18.45 Uhr) einen Rückstand aufholen.

Berlin unter Siegzwang

«Wir haben im Hinspiel mit fünf Toren geführt und am Ende mit einem Tor verloren. Die kommen immer wieder. Gegen Veszprém hast du erst gewonnen, wenn du geduscht bist», warnte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning vor der Willens- und Widerstandskraft des ungarischen Meisters.

Für Trainer Nicolej Krickau steht nach der knappen 34:35-Niederlage im Hinspiel fest: «Es wird noch einmal ein brutales Spiel.» Für die 60 oder mehr Minuten in der Max-Schmeling-Halle gelte es, Lösungen zu finden, «um Veszprém auf einem besseren Level zu begegnen. Wir müssen nicht über das Torverhältnis nachdenken, wir müssen einfach das Spiel gewinnen. Es gibt keine Alternative», sagte der Däne.

Königsklasse für die Füchse elementar wichtig

Mit dem Erreichen des Final4 würden sich die Füchse ihre Doppelchance auf eine erneute Teilnahme am europäischen Top-Wettbewerb in der kommenden Saison erhalten. Denn ein Triumph garantiert automatisch einen Startplatz, für den ansonsten mindestens Rang drei in der Bundesliga her muss.

«Es ist für uns auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten elementar wichtig, in der Champions League zu spielen», bekräftigte Füchse-Boss Hanning die Bedeutung. Nur in der Königsklasse können die Berliner die nötigen Einnahmen generieren, um sich Topstars wie Mathias Gidsel auf Dauer finanziell leisten zu können.

Der Welthandballer aus Dänemark hofft wie seine Mitspieler aber vor allem aus sportlichen Gründen auf einen Trip nach Köln, wo der Hauptstadt-Club im Vorjahr im Endspiel am SC Magdeburg gescheitert war und diese offene Rechnung nur allzu gern begleichen würde. «Ich möchte gern dorthin zurückkehren», sagte Gidsel. «Aber es wird schwer, Veszprém zu schlagen.»

Gute Karten für den Titelverteidiger

Wesentlich gelassener kann der souveräne Bundesliga-Tabellenführer aus Magdeburg dem zweiten Duell mit Pick Szeged entgegensehen. Nach dem 35:28 in Ungarn ist der dreimalige Champions-League-Sieger auf dem besten Weg, sich zum vierten Mal in Serie für das Mega-Event zu qualifizieren und die Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung am Leben zu halten.

«Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Aber wir müssen das Gleiche noch einmal zeigen. Wieder kämpfen und alles geben, damit wir unser Ziel Final4 erreichen und wieder nach Köln fahren können», sagte SCM-Trainer Bennet Wiegert.

© dpa-infocom, dpa:260505-930-35256/1

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