Ärger über neues Reglement
Verstappen: «Muss nicht nur Formel-1-Fahrer sein»
Max Verstappen
Sucht Ablenkung in anderen Rennserien: Max Verstappen. (Archivbild)
Bradley Collyer. DPA

Der viermalige Weltmeister Max Verstappen hat gerade wenig Spaß im Formel-1-Auto. Mehr denn je sucht er woanders nach Ablenkung.

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Shanghai (dpa) – Im Ärger über das neue Formel-1-Reglement strebt der viermalige Weltmeister Max Verstappen mehr denn je auch in andere Rennserien. «Ich muss nicht nur ein Formel-1-Fahrer sein», sagte der Red-Bull-Star vor dem Großen Preis von China in Shanghai. Der 28-Jährige bekräftigte, an allen wichtigen Langstrecken-Rennen im Sportwagen teilnehmen zu wollen. «Und das will ich nicht machen, wenn ich 40 bin. Ich bin jetzt im perfekten Alter dafür», sagte Verstappen.

Zuletzt hatte sich der Niederländer immer wieder kritisch über die große Regelreform der Formel 1 geäußert. «Es macht mir im Moment keinen Spaß, dieses Auto zu fahren», sagte Verstappen. Beim Saisonauftakt in Melbourne war er von Startplatz 20 noch auf Rang 6 gerast, hatte sich aber dennoch unzufrieden über die neue Technikformel gezeigt. Die neuen Motoren beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die wieder geladen werden muss.

Start auf dem Nürburgring

Verstappen hatte die neue Formel 1 mit dem Videospiel «Mario Kart» verglichen. Wegen seiner schon länger geäußerten Kritik wurde auch über einen Rückzug des Vierfach-Champions spekuliert. «Ich will nicht gehen, aber ich wünschte, ich hätte mehr Spaß», sagte Verstappen in Shanghai.

Zu Wochenbeginn hatte Mercedes-AMG bestätigt, dass der Niederländer im Mai in einem Auto des Herstellers am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnehmen wird. Verstappen nannte zudem weitere Langstrecken-Klassiker wie Le Mans und Spa als Ziele für die nächsten Jahre. «Dort ist das Umfeld weniger politisch, ich kann mehr ich selbst sein», erklärte Verstappen und beschrieb seine Ausflüge in andere Rennserien als «positive Ablenkung».

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