Nach Formel-1-Zoff in Mexiko
Hamilton: «Lasse mich nicht zum Schweigen bringen»
Lewis Hamilton
Lewis Hamilton will ein klärendes Gespräch. (Archivbild)
Bradley Collyer. DPA

Es brodelt bei Ferrari. Auslöser ist ein Zweikampf zwischen Hamilton und Leclerc in Mexiko. Der Rekordweltmeister ist sauer über ein Manöver seines Stallrivalen - und will weiter Klartext sprechen.

Lesezeit 2 Minuten

São Paulo (dpa) – Lewis Hamilton ist nach dem Zoff von Mexiko mit seinem Ferrari-Stallrivalen Charles Leclerc noch immer aufgebracht. Er sei natürlich frustriert gewesen nach dem Formel-1-Rennen am vergangenen Sonntag und sei «immer noch frustriert» über die Ereignisse, sagte er in Brasilien mit leiser Stimme. Deshalb müssten «Gespräche geführt werden».

Ein Treffen von Hamilton, Leclerc und Teamchef Fred Vasseur soll Medienberichten zufolge an diesem Freitag rund um den Grand Prix von São Paulo in Interlagos stattfinden. Vasseur flog nach dem Großen Preis von Mexiko erstmal wieder nach Italien zurück, Leclerc kommt nach der Geburt seiner Tochter verspätet in Brasilien an.

Hamilton absolviert sein 400. Rennen

Leclerc hatte Hamilton in Mexiko kurz nach dem Start heftig auf dem Asphalt attackiert, worüber sich der siebenmalige Weltmeister mehrmals über Funk aufregte. Dem Engländer zufolge wäre ein Sieg für Ferrari drin gewesen. Hamilton wurde am Ende Zweiter hinter Gewinner Max Verstappen von Red Bull, Leclerc landete nur auf dem vierten Platz. Daraufhin kündigte Hamilton ein klärendes Gespräch an.

«Ich habe immer versucht, respektvoll zu sein, und natürlich ist es nicht so einfach, wenn jemand wie ich in ein Team kommt, denn ich bin sehr offen und dränge immer wieder auf viele Veränderungen», meinte Hamilton vor seinem 400. Rennen. «Solange ich hier bin, wird es so bleiben. Ich bin hier, um zu gewinnen, und um gewinnen zu können, muss man mit allen um sich herum zusammenarbeiten.»

«Ich trage mein Herz auf der Zunge»

Hamilton will weiter Klartext reden. «Es ist mir eigentlich egal, wie alle anderen zu dem stehen, was ich gesagt habe. Ich trage mein Herz auf der Zunge und sage, was ich in diesem Moment empfinde», meinte er.

«Natürlich gibt es Momente, in denen man Dinge sagt, die man hinterher vielleicht bereut, aber ich tue das nicht, und ich werde mich niemals dafür entschuldigen, authentisch und ehrlich zu sein. Ich lasse mich nicht zum Schweigen bringen. Ich habe mich noch nie zum Schweigen bringen lassen», versicherte der 41-Jährige.

© dpa-infocom, dpa:261106-930-953151/1

Ressort und Schlagwörter

Sport