Nach Fahrer-Ärger
Formel 1 reagiert auf Kritik – Neue Regeln schon in Miami
Weltverband beschließt Formel-1-Regeländerungen
Nach heftiger Fahrer-Kritik plant der Weltverband Regeländerungen in der Formel 1. (Archivbild)
Eugene Hoshiko. DPA

Mehr Sicherheit und weniger Batterie-Taktik: Schon beim nächsten Rennen in Miami sollen in der Formel 1 Regeländerungen greifen.

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London (dpa) – Inmitten der Debatte um das neue Formel-1-Regelwerk haben die Macher der Rennserie eine Reihe von schnellen Änderungen auf den Weg gebracht. Die Mehrzahl der Anpassungen soll schon beim nächsten Grand Prix in Miami Anfang Mai greifen.

Unter anderem sollen die Piloten künftig weniger stark während einer Runde gezwungen sein, auf das Laden der Batterie für den Elektro-Anteil des Motors zu achten. Dieses Energie-Management war von einer Reihe der Fahrer angeführt von Superstar Max Verstappen an den ersten Renn-Wochenenden hart kritisiert worden.

Zudem sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen bei Starts und während der Rennen eingeführt werden, um Auffahrunfälle zu verhindern. Zuletzt war es zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Fahrer mit einer voll geladenen Batterie und Zusatzschub mit hoher Geschwindigkeit an Piloten heranrasten, deren Elektro-Motor gerade über weniger Energie verfügte.

Vollgas-Künstler sind genervt

Seit Saisonbeginn fährt die Formel 1 mit einer neuen Motorenformel. Viel kommt jetzt auf den Elektro-Anteil an, die Piloten können nicht mehr so oft im Vollgas-Bereich ihre Kunst zeigen. Fahrer wie Verstappen und Weltmeister Lando Norris hatten beklagt, dass dies der Rennserie ihren Charakter rauben würde.

In den vergangenen Wochen berieten Vertreter der Teams, der Motorenbauer, des Weltverbands und der Rechte-Inhaber über Nachjustierungen, um der Kritik zu begegnen. Die ungeplant lange Rennpause wegen der Absage der beiden April-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien gab dazu die Gelegenheit.

«Mehr denn je standen die Fahrer im Mittelpunkt dieser Diskussionen, und ich möchte ihnen für ihren wertvollen Beitrag während des gesamten Prozesses danken», sagte Weltverbandschef Mohammed Ben Sulayem. Bevor die Regeländerungen in Kraft treten können, muss noch der Motorsport-Weltrat zustimmen.

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