Basketball-Nationalmannschaft
Ein Anruf reicht: Schröder spielt wie immer für Deutschland
Dennis Schröder
Dennis Schröder spielt auch in diesem Sommer für die Nationalmannschaft. (Archivbild)
Matthias Stickel. DPA

Viele Welt- und Europameister gönnen sich in diesem Sommer eine verdiente Pause. Nur einer ist wieder dabei. Der Kapitän. Wie immer, wenn das Nationalteam ruft.

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Berlin (dpa) – Während in der NBA das große Wechselkarussell mit LeBron James und anderen Superstars gerade so richtig in Schwung kommt, macht Dennis Schröder das, was er jeden Sommer macht. Er spielt Basketball im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.

Obwohl Deutschland bereits den Sprung in die zweite Gruppenphase der WM-Qualifikation geschafft hat, ist der 32 Jahre alte Aufbauspieler wie selbstverständlich dabei, wenn es am Freitag (19.00 Uhr/Magentasport) in Riga gegen Israel und drei Tage später in Bamberg gegen Zypern geht.

Nationalteam als große Ehre

«Es ist immer eine Ehre, den Adler auf der Brust zu tragen. Deswegen bin ich hier», sagte Schröder im Trainingscamp in Berlin. Von dort aus geht es zunächst nach Riga, also an jenen Ort, an dem Schröder vor ungefähr einem Jahr mit Deutschland den EM-Titel gewann.

Aus dem Team von damals ist dieses Mal nur Leon Kratzer dabei. Einige Welt- und/oder Europameister wie die NBA-Profis Franz und Moritz Wagner oder Maodo Lo halten sich in diesen Tagen zwar ebenfalls in Berlin auf und verfolgten unlängst die Finalspiele von Alba Berlin gegen Bayern München. Doch sie alle gönnen sich nach mehreren Nationalmannschaftssommern in Serie dieses Mal eine Pause. Nur eben Schröder nicht.

Sonderlob vom Bundestrainer

«Sein Engagement für Deutschland ist einfach unglaublich», sagte Bundestrainer Alex Mumbrú. «Wenn es um die Nationalmannschaft geht, dann reicht ein Anruf und Dennis ist dabei. Das ist unbeschreiblich.»

Dabei hätte Schröder ebenfalls genügend Gründe, bei den beiden nun anstehenden Partien zu fehlen. Seine persönliche Zukunft in der NBA ist ungeklärt. Es ist gut möglich, dass auch der Point Guard noch auf das wilde Wechselkarussell in den USA aufspringt und wieder einmal den Club wechseln muss.

Auch bei seinem Heimatclub Basketball Löwen Braunschweig, wo Schröder Hauptgesellschafter ist, gibt es genug zu tun. Die Niedersachsen waren sportlich abgestiegen und blieben nur dank einer Wildcard erstklassig. Nun gilt es ein Team zu bauen, dass nicht direkt wieder in Abstiegsgefahr gerät.

Schröder will zwei Siege

Doch Schröder ist das Nationalteam heilig, weshalb er auch gegen die beiden Basketball-Zwerge Israel und Zypern dabei ist. Zwar hält es der Kapitän für «Schwachsinn», dass sich Deutschland als Weltmeister überhaupt für die nächste WM in Katar im kommenden Jahr qualifizieren muss. Doch weil das nun einmal so ist, ist er dabei.

«Wir wollen beide Spiele gewinnen», sagt Schröder. Dabei stehen im Team Sananda Fru, Simonas Lukosius und Michael Rataj als Neulinge, die Mannschaft hat noch nie in dieser Formation zusammengespielt. Schröder ist der klare Anführer der Truppe, an ihm können sich die Unerfahreneren orientieren.

«Ja, ich will natürlich auch ein Vorbild sein für jeden, der hier reinkommt», sagte Schröder. «Ich will den Leuten zeigen, dass jedes Spiel wichtig ist für die Nationalmannschaft.» Niemand verkörpert dieses Credo so sehr wie er selbst.

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