Die Ruhe vor dem Sturm: Bruno Lehan (links) und Markus Scherer machen sich in "Let's Play: Theater" auf eine Erkundungstour in ein neues Theatererleben. Spielfigur der eine, Spielleiter der andere - das trifft es so einigermaßen, denn auch das Saalpublikum und die live Zusehenden auf der Online-Plattform Twitch beeinflussen, wie Bruno Lehan in den Werkstätten des Theaters Aufgaben bewältigt. Arek Głębocki
Mit „Let’s Play: Theater“ hebt die Abteilung Digital Theatre des Theaters Koblenz gewohnte Regeln des Vorstellungsbetriebs auf – zwischen Probebühne, Werkstatt und Twitch-Stream.
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Menschen schauen Menschen beim Spielen zu – dieser Satz fällt früh an diesem Abend, fast beiläufig, und trifft doch den Kern von „Let’s Play: Theater“. Dieses „Praktikum für eine Spielfigur und ein Publikum“ des Theaters Koblenz wirkt zunächst wie eine leichtfüßige Annäherung an ein digitales Phänomen, das sich rasch als aufschlussreiche und sehr ernst gemeinte Versuchsanordnung entpuppt: Hier wird Theater gründlich untersucht – und zwar an sich ...