Anhand zahlreicher Originalexponate, Fotodokumente und Multimediastationen macht das Landesmuseum Mainz die jüdische Geschichte in Rheinland-Pfalz erlebbar. Befragt werden kann in der Schau sogar Rabbi Maharil, ein KI-generierter Avatar, den Museumsdirektorin Birgit Heide hier bei der Eröffnung vorstellt. Helmut Fricke/dpa
Seit 1000 Jahren ist das Judentum fester Bestandteil der rheinland-pfälzischen Geschichte. Wie sehr dieses kulturelle Erbe unser Leben bis heute prägt, zeigt nun das Landesmuseum in Mainz – mit spannenden Exponaten, viel Interaktion und einem Avatar.
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Der Holocaust mit seinen geschätzt sechs Millionen Opfern war nicht nur ein beispielloser Akt der Barbarei, der Menschenverachtung, sondern zugleich auch ein gezielter Versuch der Geschichtsumdeutung – oder -vergessenheit, je nach Lesart. Diffamierung und Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung leugneten auf perfide Weise die Bedeutung des Judentums für Deutschland.