Lebenswege verlaufen selten geradeaus. Auch bei Nico Wouterse gibt es Abzweigungen, die ihn dorthin gebracht haben, wo er heute steht. Der 56-Jährige ist Opernsänger am Theater Koblenz, Saxofonist und er fotografiert leidenschaftlich gern. Im Talkpodcast „RZähl mal!“ spricht Nico Wouterse mit Host Nina Borowski über seinen Weg auf die Bühne. Dabei geht es viel um Leidenschaft, denn die ist für den Niederländer ein wichtiger Motor.
Eigentlich hat Nico Wouterse in Maastricht eine Ausbildung zum Krankenpfleger begonnen. Doch schnell wird ihm klar - das ist nur ein Vorwand, um in der Nähe der Musikhochschule zu sein. Der Niederländer setzt alles auf eine Karte, bewirbt sich für ein Saxofonstudium und wird angenommen. Mit Leidenschaft stürzt er sich in die klassische Saxofonausbildung und saugt alles wie ein Schwamm auf. Dann schließt er noch ein Gesangsstudium an. Es folgen erste Engagements und dann auch eine erste Anstellung am Theater Trier. Damit zieht der Niederländer nach Deutschland. „Ich habe lange gedacht, ich bin ein singender Saxofonist. Jahrelang habe ich auf der Opernbühne gestanden und mich immer wieder gefragt - wieso stehst du hier oben und sitzt nicht unten im Orchestergraben. Heute ist das anders. Jetzt ist der Sänger größer als der Saxofonist“, sagt er.

Im Podcast gibt der Wahl-Koblenzer auch Einblick in den Theateralltag in Koblenz, an dem er seit 2016 festes Ensemblemitglied ist. Den Vorstellungen gehen Wochen und Monate der Proben voraus. „Ich probe gerne, aber es geht für mich wirklich erst dann los, wenn der Vorhang aufgeht. Und das liebe ich. Da bin ich glücklich, wenn ich auf der Bühne stehe“, gibt er Einblick. Nico Wouterse hat eine weitere Leidenschaft fern ab der Bühne: Die Fotografie. Vor allem die Porträtfotografie fasziniert ihn: „Ich versuche, Stimmung einzufangen. Seiten an Menschen, die sie selbst gar nicht kennen. Wenn mir das gelingt, öffnet sich für mich eine neue Welt.“
Das ganze Gespräch gibt es im Podcast. Jetzt reinhören!

