Als einzige Frau in der Künstlergruppe Zero bewegte sich Marianne Aue in den 1960ern im Zentrum der Nouvelles Tendances. Typisch für sie waren rhythmisch arrangierte Modulationen aus dünnen Holzstäben, wie in diesem Relief aus dem Jahr 1964. Galerie Panarte, Wien. Nachlass Marianne Aue
Sie war die einzige Frau in der Künstlergruppe Zero, Vorreiterin der Nachkriegsavantgarde – und doch ist Marianne Aue heute weitgehend unbekannt. Eine Schau begibt sich nun auf schwierige Spurensuche und zeigt viel Lohnenswertes zum Wiederentdecken.
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Es lässt sich heute nicht mehr viel rekonstruieren aus dem Leben Marianne Aues (1932–2016), dabei gäbe es durchaus viel zu erzählen – daran besteht kein Zweifel: Als Pionierin der Nachkriegsavantgarde behauptete sie sich neben Größen wie Yves Klein oder Günther Uecker als einzige Frau im Kreis der Nouvelles Tendances, nahm als solche etwa 1963 an der bedeutenden – und ebenfalls rein männerzentrierten – Zero-Ausstellung „Europäische Avantgarde“ ...