Saarbrücken/Mainz (dpa/lrs) – Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland ringen weiter um das Einlösen einer sportpolitischen Saumagenwette. «Wettschulden verjähren nicht», betonte die Staatskanzlei in Saarbrücken. Hintergrund ist das DFB-Pokal-Spiel 1. FC Saarbrücken gegen den 1. FC Kaiserslautern vor zwei Jahren.
Saar-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hatte mit ihrer damaligen rheinland-pfälzischen Kollegin Malu Dreyer (beide SPD) gewettet, wer das Südwestderby gewinnt. Der FCK siegte 2:0 – und Rehlinger muss einen Pfälzer Saumagen verzehren. Bei einem FCS-Sieg hätte Dreyer einen saarländischen Schwenker auf den Teller bekommen.
Die Rechte liegen bei FCK-Fan Schweitzer
Allerdings konnte sowohl mit Dreyer als auch mit ihrem Nachfolger Alexander Schweitzer (SPD) kein Termin gefunden werden – und nun hat Gordon Schnieder (CDU) Schweitzer als Regierungschef abgelöst. Die Wette bleibe offen, sagte ein Saar-Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur. «Zwar hat Gordon Schnieder verkündet, gern zu kochen, die angestammten Rechte liegen allerdings sicherlich beim FCK-Fan Alexander Schweitzer.»
Möglicherweise sei die Zuständigkeit für das Einlösen der Wette ja bei Bildung der neuen rheinland-pfälzischen Regierung besprochen worden, fügte er augenzwinkernd hinzu. Rehlinger gehe jedenfalls «von einer zeitnahen Klärung innerhalb der schwarz-roten Koalition in Mainz» aus.
Saumagen gilt als Pfälzer «Nationalgericht». Internationale Bekanntheit erlangte die Spezialität aus Schweinefleisch, Brät, Kartoffeln und Gewürzen durch den einstigen Bundeskanzler Helmut Kohl (1930-2017).
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