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Betzdorf

Eurogreen aus Betzdorf entwickelt neuen Hybridrasen für Sportplätze

Eurogreen, die Rasenmacher aus Betzdorf, treten mit einem neuen Produkt für Sportplätze auf dem Markt an. Ihren neuen „echten Hybridrasen“ bezeichnen sie als „eine Innovation aus dem Westerwald“, so Geschäftsführer Thomas Peters. Ab 12. September wird er bei der Fachmesse GaLaBau in Nürnberg vorgestellt.

Über die Neuentwicklung Eurogreen-Hybridrasen freuen sich (von links) Geschäftsführer Thomas Peters, Marketingchef Peter Kappes und Rasenforscher Dr. Harald Nonn.
Über die Neuentwicklung Eurogreen-Hybridrasen freuen sich (von links) Geschäftsführer Thomas Peters, Marketingchef Peter Kappes und Rasenforscher Dr. Harald Nonn.
Foto: Andreas Neuser


Peters und Marketingchef Peter Kappes finden, dass mit dieser Neuentwicklung „die Zukunft neuer Sportbeläge begonnen hat“. Bisher war und ist Eurogreen stark auf Naturrasen-Sportplätze, Tennenflächen und Golfplätze spezialisiert. Daneben gibt es die Kunststoffrasenplätze. „Wir nennen es Plastikrasen“, sagt Geschäftsführer Peters. Aber ganz aus dem Blick hatte man den Kunststoffrasenplatz nicht verloren. Auf dem Markt gibt es derzeit schon eine Mischung aus Kunststoffrasen und echtem Rasen für Sportplätze. Doch da, sagt Eurogreen, befinden sich die Plastikfäden in der Tragschicht.
Eurogreen bringt nun mit dem eigenen Hybridrasen eine „echte Innovation auf den Markt“. Hybrid sei die Bezeichnung für eine Mischung aus zwei Dingen, verdeutlicht Peters. Das sei Eurogreen mit dem eigenen Hybridrasen gelungen. Hier sind die echt aussehenden Kunststoffgrashalme auf einer Matte befestigt. Diese Matte wird wie ein Teppich auf dem Sportplatz auf die Tragschicht aufgelegt, mit Tragschichtsubstrat verfüllt und mit Sportrasen eingesät. Schnell wächst das Saatgut in dem Mikroklima zwischen den Kunststoffgrashalmen an. Besser als reiner Naturrasen. So entsteht schnell ein mit Kunstfasern verstärkter Naturrasen. Wer ihn betritt, der merkt nicht, dass hier etwa 30 Prozent Kunstfasern mit im Spiel sind.
Das war auch Ziel bei den Forschungen von Eurogreen auf einer Versuchsfläche in Betzdorf. Den Praxistest erlebt(e) das Produkt auf einer Trainingsfläche von Borussia Mönchengladbach und auch im Stadion der SG 06 in Betzdorf.
Auf dem Hybridrasen von Eurogreen gebe es einen Spielkomfort wie auf Naturrasen, die Belastbarkeit entspreche nahezu dem reinen Kunststoffrasen. Von der Wirtschaftlichkeit liege dieser neue Sportbelag weit unter dem reinen Kunststoffrasen.
Einen weiteren Vorteil sieht Eurogreen auch darin, dass der Hybridrasen nicht nur vor Ort aufgebracht werden, sondern als Soden vorgezogen im Stadion verlegt und sofort bespielt werden kann. Das neue Produkt muss aber auch nicht auf einer kompletten Spielfläche aufgebracht werden. Kombinationen aus reinem Naturrasen und dem neuen Hybridrasen nur an bestimmten Stellen sind möglich. Wer kennt nicht die ausgetretenen Flächen vor dem Torraum? Mit dem neuen Hybridrasen gehört das der Vergangenheit an. Geschäftsführer Peters ist sich sicher, dass Eurogreen mit diesem Produkt, das nun bei der GaLaBau präsentiert wird, eine bedeutende Innovation gelungen ist, die vor allem Sportplatzbetreiber interessieren wird. Komplette Pflegepakete einschließlich Schneiden werden gleich mit angeboten. So wird auch die Jahrespflege für den Betreiber besser kalkulier- und planbar. Das sind meist die Kommunen. Dort ist das Geld knapp. Doch in vielen Ortsgemeinden, so auch im Kreis Altenkirchen, wird derzeit über die Umgestaltung von Sportplätzen vom Tennenplatz hin zum Naturrasenplatz oder Kunstrasenplatz diskutiert. In manchen Gemeinden erfolgt bereits der Umbau.
Peters und Kappes sehen in dem Eurogreen-Hybridrasen viele Vorteile und nennen Zahlen. Der Neubau eines Tennenplatzes kostet rund 300 000 Euro, ein Naturrasenplatz 270 000 Euro und ein Kunstrasenplatz 490 000 Euro. Ein Eurogreen-Hybridrasen würde 350 000 Euro kosten. Würde ein bestehender Tennenplatz in einen Hybridrasen umgewandelt, würde das 200 000 Euro kosten.
Bei allen Plätzen müsse aber der Blick auf die Unterhaltungskosten und den Lebenszyklus des Platzes gerichtet werden. Gerade bei einem reinen Kunstrasenplatz seien da die Kosten sehr hoch. Der Belag müsste nach etwa zehn Jahren ausgewechselt und mit hohem Aufwand entsorgt werden.
So kommt Eurogreen bei Tennenplätzen auf Unterhaltungskosten und eingerechneten Lebenszykluskosten auf 38 000 Euro im Jahr, beim Naturrasen auf 30 000 Euro jährlich, beim Kunstrasen auf 62 000 Euro und beim Eurogreen-Hybridrasen auf rund 30 000 Euro jährlich. Nun sind Peters und Kappes gespannt, wie das neue Produkt aus Betzdorf bei der GaLaBau in Nürnberg von der Fachwelt aufgenommen wird. Andreas Neuser

regionale Wirtschaft
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