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So schön blüht's hinter St. Stephan

Blick auf den Dom, St. Stephan im Rücken: Der neu gestaltete Stephansgarten wurde jetzt von der Mainzer Gründezernentin Katrin Eder eröffnet.

Ein Ruhepool im hektischen Treiben der Altstadt soll der neu gestaltete Garten sein. 
Foto:Harry Braun
Ein Ruhepool im hektischen Treiben der Altstadt soll der neu gestaltete Garten sein.
Foto:Harry Braun – MRZ

Mainz. Blick auf den Dom, St. Stephan im Rücken und rundherum Grün: der neu gestaltete Stephansgarten wurde jetzt von Gründezernentin Katrin Eder eröffnet.

Eigentlich ist er schon seit März fertig, doch das Mainzer Grünamt wollte mit der Eröffnung warten, bis alles blüht. Gestern war es dann soweit, Eder konnte den Schlüssel zum neuen Mainzer Rückzugsort drehen. Aus Angst vor Vandalismus ist hier ein abschließbares Gelände entstanden. Der Garten ist nachts nicht begehbar.

Das Projekt wurde von etwa 15 Auszubildenden des Grünamtes verwirklicht. Als es 2007 angegangen wurde, hatte man noch keine Ahnung, wie viel Arbeit in der Erneuerung stecken sollte. Der Leiter des Grünamtes, Karl-Wilhelm Noltemeier, erinnert sich, dass in der Anfangsphase "tonnenweise Material rausgeholt" wurde. Der damalige schlechte Zustand der Stützmauern verlangte eine Sanierung.

Nach dem Abtragen des schädlichen Grünbewuchses ist jede Menge Beton verbaut worden. Der letzte Schritt war dann die Bepflanzung. Ein paar Bäume wurden weggenommen, denn vorher konnte man St. Stephan nicht sehen. Abgerundet ist der Garten durch die Mauerbilder. Diese bestehen aus Travertinstein und wurden restauriert, aber nicht bepflanzt. "Wie sie sind, sind sie schön", findet Noltemeier.

Die ganze Mühe lohnte sich. Das Gefühl, als stünde man auf der Galerie der Mainzer Altstadt stellt sich hier ein, wenn man vorbei an den Götterbäumen hereintritt. Die Terrassierung entlastet die Mauer und sichert die Neigung des Gartens. Der Duft von Lavendel steigt einem in die Nase. Dessen blaue Farbe soll die Verbindung zur Stephanskirche mit ihren Chagallfenstern herstellen.

St. Stephan, als das meistbesuchte touristische Ziel, lädt zusammen mit dem Garten als Ort zur Besinnung, Ruhe und Erholung ein. Auch Noltemeier empfiehlt den Altstädtern, "sich hier auszuruhen, vielleicht mit einem Buch". Der Weg lohnt sich jedoch für alle Mainzer. Schwierigkeiten gab es mit den Nachbarn. Diese bedauerten den Wegfall des Sichtschutzes vor ihren Fenstern. Doch mit neu gepflanzten Rosen am oberen Ende des Gartens wurde hier eine für die Beteiligten gute Lösung gefunden.

Die nächsten vier bis fünf Jahre ist die Entfaltung des Gartens sich selbst überlassen. Er ist so angelegt, dass hier nur wenig gemacht werden muss. Zwischen acht und neun Uhr morgens wird der Garten aufgeschlossen und ist bis zur Dämmerung geöffnet. Ab Montag, 17. Juni, ist er offen für die Öffentlichkeit zugänglich und ist als kleine Oase die gesamte Woche, einschließlich Wochenende, geöffnet.

Wer abends abschließt, ist noch nicht endgültig geklärt. Es wird gehofft, dass sich in der Nachbarschaft jemand findet. pds

Mainz
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