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Limburg

(RZ-Archiv 20.02.2010) Bauantrag für Domberg: Bischofssitz wird spiritueller Ort – Arbeiten dauern zwei Jahre

Das Bistum Limburg beabsichtigt, bei der Stadt Limburg einen Bauantrag für den Amtssitz der Diözesanbischöfe auf dem Domberg zu stellen. Damit geht eine mehr als dreijährige Planungszeit zu Ende. Mitte des Jahres soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Plan der Bauarbeiten auf dem Domberg in Limburg.
Plan der Bauarbeiten auf dem Domberg in Limburg.

Die Diözese setzt bei dem Bauprojekt auf ein Konzept von Prof. Karljosef Schattner aus Eichstätt. "Es ist unser Ziel, auf dem Domberg ein stimmiges Ensemble bestehend aus der Alten Vikarie, dem Küsterhaus und dem neuen Gebäude zu schaffen", erklärt Tilmann Staudt, Diözesanbaumeister im Bischöflichen Ordinariat. In der Alten Vikarie soll der Amtssitz der Diözesanbischöfe entstehen. In dem bedeutendsten historischen Wohngebäude auf dem Domberg wird es Büroräume für den Bischof, den persönlichen Referenten und das Sekretariat geben.

Im Rahmen des Bauprojekts wird auch das ehemalige Küsterhaus renoviert. "Hier werden künftig Ordensschwestern ein neues Zuhause finden", erklärt Prof. Gernot Sydow, Pressesprecher des Bistums Limburg. Neu wird auf dem Areal zwischen Diözesanmuseum und Alter Vikarie ein privater Wohnbereich für den Bischof von Limburg und seine Nachfolger entstehen. Außerdem soll es dort zwei Zimmer für Gäste und einen Empfangsbereich geben. Auf dem Gelände wird es auch eine von außen gut sichtbare neue Kapelle geben.

Aus dem Bistumshaushalt wird das gesamte Bauprojekt unterstützt. "Die Diözese Limburg plant das Bauprojekt seit vielen Jahren und hat für die Investition eine entsprechende Rücklage gebildet", sagt Gernot Sydow. Der Justiziar weist in diesem Kontext darauf hin, dass Eigentum immer auch eine Verpflichtung ist. Die Alte Vikarie und das Küsterhaus sind demnach seit Jahrzehnten im Besitz des Bistums und eine Grundsanierung sei nach vielen Jahren überfällig. Die Kosten, die diese Mittel des Bistumshaushaltes übersteigen, werden aus dem Vermögen des Bischöflichen Stuhls finanziert. Sydow erklärt dazu: "Bei diesem Vermögen handelt es sich um finanzielle Mittel, die für die bischöfliche Amtsführung bereitstehen und in jedem Bistum existieren."

Bei dem gesamten Bauprojekt will die Diözese ihre kulturgeschichtliche Verantwortung wahrnehmen. Deshalb hat das Bistum das Areal und die vorhandene Bausubstanz genau prüfen lassen. "Die Ergebnisse dieser Arbeiten hatten zur Folge, dass wir unsere ursprünglichen Pläne komplett überarbeiten mussten", berichtet Tilmann Staudt. Mit Blick auf die veränderte Situation soll sich der Neubau nun stärker an die Besonderheiten des Grundstückes und der vorhandenen Gebäude anpassen. Der Neubau wird auf einem Kellergeschoss aufbauen, das Platz für Lager und Archivräume bietet.

"Als Besonderheit werden in diesem Geschoss historische Kellerfragmente eingebunden. Diese Baureste lassen laut Experten auf ein Datum zwischen 1050 bis 1150 schließen und sind durch den Neubau witterungsgeschützt zugänglich", sagt der Diözesanbaumeister. Der Architekt und Leiter des Bauamtes rechnet mit einer Bauphase von mindestens zwei Jahren.

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