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Frankfurt

Das Glück zum Bleiben überreden: Jüdisches Museum Frankfurt zeigt Mirjam Pressler als Autorin, Malerin, Mensch

Von Christian Huther
Mirjam Pressler 1958: Ihr Kunststudium brach sie wenig später ab. Bekannt wurde sie als gefragte Autorin und Übersetzerin.
Mirjam Pressler 1958: Ihr Kunststudium brach sie wenig später ab. Bekannt wurde sie als gefragte Autorin und Übersetzerin. Foto: Familie Pressler

Als Autorin machte Mirjam Pressler (1940-2019) Karriere, lieferte Bestseller wie „Novemberkatzen“, übersetzte daneben auch zahlreiche Werke, etwa das „Tagebuch der Anne Frank“. Zentrales Motiv ihrer eigenen Geschichten ist dabei immer wieder ihre schwierige Kindheit, die Hürden im Leben der Künstlerin, die nun auch das Jüdische Museum in Frankfurt aufgreift. In einer neuen Schau zeigt das Haus Mirjam Pressler als bemerkenswerten Menschen – und stellt dabei auch ihre wichtigsten Träume vor.

Lesezeit: 4 Minuten
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