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Montabaur

Weisser Ring in der BBS Montabaur: Zwischen Gewalt im Haus und in sozialen Netzen

Elias Müller

Jugendliche und junge Erwachsene erleben in ihrem Alltag in verschiedensten Beziehungen unterschiedliche Arten von Gewalt. Um potenzielle Opfer, aber auch potenzielle Täter zu sensibilisieren und für den richtigen Umgang zu schulen, organisiert die Berufsbildende Schule (BBS) in Montabaur in Kooperation mit dem Weissen Ring jährlich einen Projekttag. In diesem Jahr konnten die Schüler am Mittwoch aus einem Angebot von insgesamt acht Workshops wählen.

Als Referenten konnte das dreiköpfige Organisationsteam der BBS Experten und Vertreter von Einrichtungen und Organisationen wie dem Verein für Bewährungshilfe Koblenz, dem Frauenhaus Westerwald und der Montabaurer Polizei gewinnen. Da die Veranstaltung schon seit vielen Jahren stattfindet, konnten die beiden Lehrer Heinz Leisenheimer und Benjamin Hering sowie die Schulsozialarbeiterin Patricia Roberts aus einer großen Gruppe an Workshopleitern schöpfen. Außerdem berichteten sie, wie wichtig die zahlreichen Kontakte des Weissen Rings gewesen seien. So konnten sie den 140 Schülern ein vielfältiges Angebot an Themenunterbreiten. Aus jeder Klasse der Berufsfachschule 1 durften zwei bis drei Jugendliche sich für Arbeitsgruppen wie „Social Network – alles so sozial?!” oder „Wenn Harmonie zum Horror wird – Gewaltdynamik in engen sozialen Beziehungen” eintragen. In einer anderen Gruppe informierte der Weisse Ring über die eigene Arbeit und zeigte den Schülern, wohin sie sich wenden können, wenn sie Probleme mit Gewalt haben.

Lehrer Benjamin Hering war es wichtig zu verdeutlichen, dass es nicht nur außerhalb, sondern schon innerhalb der Schule Möglichkeiten und Hilfe für Betroffene gibt. „Bei Konflikten in der Schule haben wir hier ganz klare Abläufe”, stimmte sein Kollege Heinz Leisenheimer zu. Allerdings erfahren die Lehrkräfte nur selten von Konflikten zwischen Schülern, ganz zu schweigen von Fällen häuslicher Gewalt. Durch das Aufbrechen der Klassengemeinschaft in den neu gebildeten Arbeitsgruppen erhofften sich die Organisatoren eine höhere Bereitschaft der Schüler, sich zu öffnen und über eigene Erfahrungen mit Gewalt zu sprechen. Die Herangehensweisen der Referenten in der vierstündigen Arbeitsphase waren genauso vielfältig wie die entsprechenden Themen. In Vorträgen wurde über besondere Arten der Gewalt informiert, in Diskussionen und Fragerunden über verschiedenste Fälle gesprochen, in einer Gruppe wurde anhand eines Filmes der Umgang mit Gewalt thematisiert. Die Referenten konnten die Schüler vor allem durch den Realitätsbezug ihrer Schilderungen überzeugen. Viele der genannten Gewaltfälle kannten sie aus ihrer direkten Umgebung. So lernten die Schüler nicht nur, Gewalt in ihrem Umfeld zu verstehen, sondern auch den richtigen Umgang damit.

Von unserem Mitarbeiter Elias Müller

Montabaur Hachenburg
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