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    Rennerod bleibt als Bundeswehrstandort erhalten

    Die Alsberg-Kaserne in Rennerod bleibt als Bundeswehrstandort erhalten, die Anzahl der Dienstposten wird jedoch von 720 auf 480 Personen reduziert. Diese am Mittwoch bekannt gegebene Entscheidung der Bundesregierung wurde im Westerwaldkreis mit Erleichterung aufgenommen. „Es ist ein guter Tag für die Verbandsgemeinde und die Stadt Rennerod“, meinte zum Beispiel VG-Bürgermeister Werner Daum. Auch die Landtagsabgeordneten Hendrik Hering (SPD), Gabi Wieland und Ralf Seekatz (beide CDU) sowie Stadtbürgermeister Hans-Jürgen Heene begrüßten, dass der letzte Standort im Kreis bei der Strukturreform relativ glimpflich davon gekommen ist.

    Rennerod - Die Alsberg-Kaserne in Rennerod bleibt als Bundeswehrstandort erhalten, die Anzahl der Dienstposten wird jedoch von 720 auf 480 Personen reduziert. Diese am Mittwoch bekannt gegebene Entscheidung der Bundesregierung wurde im Westerwaldkreis mit Erleichterung aufgenommen. „Es ist ein guter Tag für die Verbandsgemeinde und die Stadt Rennerod“, meinte zum Beispiel VG-Bürgermeister Werner Daum. Auch die Landtagsabgeordneten Hendrik Hering (SPD), Gabi Wieland und Ralf Seekatz (beide CDU) sowie Stadtbürgermeister Hans-Jürgen Heene begrüßten, dass der letzte Standort im Kreis bei der Strukturreform relativ glimpflich davon gekommen ist.

    Zwar erscheinen die Zahlen zur Verringerung der Personalstärke in Rennerod auf den ersten Blick durchaus drastisch. Bei genauerem Hinsehen relativieren sich die Angaben jedoch, wie Oberfeldarzt Stefan Dörr betont. „Es sind aktuell nur leichte Reduzierungen“, erklärt der Kommandeur des Lazarettregiments 21 Westerwald. Ein Großteil der genannten Zahlen sei auf die Abschaffung der Wehrpflicht zurückzuführen, so Dörr. Zudem werde ein Teil des Regiments nach Koblenz ausgelagert. Grundsätzlich bleibe der Standort Rennerod jedoch in Aufgabenstellung und Struktur erhalten.

    Die Landtagsabgeordneten Gabi Wieland und Ralf Seekatz von der CDU betonten, dass die Reform der Bundeswehr notwendig sei. Diese Überzeugung teile auch die Mehrheit der Bürger. „Die Struktur muss an die geänderte Sicherheitslage in Deutschland angepasst werden“, so die Abgeordneten. Die Abschaffung der Wehrpflicht erzwinge weitreichende Konsequenzen. Auf der Fraktionsklausur in Berlin hatten die heimischen Abgeordneten im persönlichen Gespräch mit dem Verteidigungsminister auf die Bedeutung des Standortes Rennerod für die Region hingewiesen. Nun sei dafür zu sorgen, dass entstehende Härten für Arbeitnehmer abgefedert werden. Dies gelte vor allem auch für die Beschäftigten in Diez (Rhein-Lahn-Kreis) und Emmerzhausen (Kreis Altenkirchen). Diese beiden Standorte sind vom Abbau deutlich stärker betroffen als Rennerod.

    Mit Freude, aber aufgrund der Reduzierung auch mit gemischten Gefühlen hat der Landtagsabgeordnete Hendrik Hering die Entscheidung der Bundesregierung zur Kenntnis genommen. Der Westerwaldkreis habe mit den Schließungen der Westerwald-Kaserne in Montabaur und der Wäller-Kaserne in Westerburg mit insgesamt mehr als 1800 Soldaten und Zivilbeschäftigten bereits einen überdurchschnittlich großen Beitrag zur notwendigen Konsolidierung der Bundeswehr geleistet, kommentierte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion die aktuell gute Entscheidung für den Westerwald.

    Bei Rennerods Stadtbürgermeister Hans-Jürgen Heene löste die Nachricht aus Berlin große Freude aus. Heene, der selbst viele Jahre als Berufssoldat in Rennerod gedient hat, sagte, die positive gewerbliche Entwicklung in der Stadt werde auf diesem Weg deutlich gestützt und gefördert. Daher freut sich auch insbesondere der Mittelstand in der Region, der in den vergangenen Jahren durch Zulieferungen und Arbeitsaufträge Arbeitsplätze erhalten konnte und dies nun auch zukünftig kann. Nicht zuletzt sei die Bundeswehr für den Raum Rennerod und einen relativ großen Einzugsbereich Arbeitgeber für viele Berufs- und Zeitsoldaten und freiwillige Wehrpflichtige sowie für eine hohe Anzahl von Zivilbeschäftigten.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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