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Hartenfels

Pionier im Fertighausbau: Visionär von Huf Haus wird 90 Jahre

Er formte das Westerwälder Familienunternehmen Huf Haus und legte den Grundstein für den internationalen Erfolg der modernen Fachwerkhäuser: Franz Huf feiert morgen seinen 90. Geburtstag. Fünf Jahrzehnte stand er an der Spitze des Unternehmens, sorgte dafür, dass die ersten Häuser gebaut wurden, entwickelte sich vom Zimmermann zum Erfolgsunternehmer. Heute gilt der Ehrenbürger der Ortsgemeinde Hartenfels als Pionier im Fertigbau. Anlässlich seines Geburtstags, blickt die WZ auf den langen Weg, den Franz Huf zusammen mit seiner Familie, Freunden und Kollegen gegangen ist.

Franz Huf.
Franz Huf.

Franz Huf trat 1949 in die Firma seines Vaters ein. Johann Huf hatte 1912 eine Zimmerei in der Gemeinde Krümmel gegründet. Zusammen mit seinem Sohn Franz stellte er die Johann Huf OHG (Offene Handelsgesellschaft) auf die Beine. Franz Huf war damals 21 Jahre alt, hatte wegen des Krieges das Gymnasium ohne Schulabschluss verlassen und stand vor einer großen Herausforderung: Er sollte eine Firma führen. Der junge Mann ließ sich nicht unterkriegen und machte neben seiner Arbeit seine Ausbildung. Erst legte er seine Gesellenprüfung bei der Firma Schoss in Sessenhausen ab, dann folgte die Meisterprüfung als Zimmermann.

Die Firma lief gut. Unter anderem erhielt er Aufträge von der Diözese Köln, die Dachstühle und Holzkonstruktionen beispielsweise für die Sankt-Hedwig-Kirche in Bonn, bauten die Kirche in Merten/Sieg, die Kirchtürme in Much und Friesenhagen. Auch privat fand er sein Glück: 1954 heiratete er seine Frau Marianne, die ihm neun Kinder schenkte.

Franz Huf begann sich immer mehr für die Fertigbauweise zu interessieren, sein Erstes baute er im Jahr 1960. Die Firmierung als Huf Haus GmbH & Co. KG erfolgte 1971. Kurz darauf entstand bereits das „Fachwerkhaus 2000“, entwickelt von Architekt Manfred Adams, das von der Landesregierung Rheinland-Pfalz 1977 als Haus des Jahres ausgezeichnet wurde. Franz Huf steigerte den Umsatz während seiner Zeit um ein Vielfaches: von 2 Millionen DM im Jahr 1966 auf 101 Millionen DM bei seinem Ausscheiden.

Franz Huf übergab das Unternehmen 1996 an seine Söhne Georg und Thomas Huf. Heute ist das Unternehmen international erfolgreich, beliefert 15 Länder, darunter China, Frankreich, Rumänien und Russland und macht einen Umsatz von 82 Millionen Euro (Stand: 2016). Etwa 100 Projekte, Einfamilienhäuser und Objektbauten, entstehen im Jahr, woran 418 Mitarbeiter beteiligt sind.

Verena Hallermann

Montabaur Hachenburg
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