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    Montabaurer Lehrerin ist Botschafterin für Mathe

    Corinna Löhr, Lehrerin am Montabaurer Mons-Tabor-Gymnasium (MTG), ist für ihre Matheprojekte als Mint-Botschafterin des Jahres ausgezeichnet worden.

    Mit Aktionen wie dem Mathe-Adventskalender überzeugte Corinna Löhr die Jury
    Mit Aktionen wie dem Mathe-Adventskalender überzeugte Corinna Löhr die Jury
    Foto: Archiv Thorsten Ferdinand

    Mint steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es handelt sich um eine bundesweit tätige, wirtschaftsnahe Initiative, die junge Menschen für ein technisches Studium begeistern möchte, um einem prognostizierten Fachkräftemangel vorzubeugen. Nach Auffassung der Initiative gelingt dies Corinna Löhr in geradezu vorbildlicher Weise: Durch Projekte wie den Bau von Fußball-Heißluftballons, eine mathematische Leseecke oder auch den demnächst wieder startenden Mathe-Adventskalender führt die Studienrätin Kinder und Jugendliche spielerisch und interdisziplinär an Mathematik heran.

    Löhr nahm ihre Auszeichnung kürzlich in Berlin entgegen. Die Montabaurer Lehrerin wusste zwar bereits bei ihrer Anreise, dass sie einen der ersten drei Plätze bei der Wahl belegt hatte. Dass sie sich nun aber sogar Mint-Botschafterin des Jahres nennen darf, hatte die Pädagogin selbst nicht erwartet. Immerhin konkurrierte sie mit Firmenchefs, Ingenieuren oder auch Professoren um den Titel. "Mint-Botschafter kann grundsätzlich jeder werden", erklärt Löhr im WZ-Gespräch. Es ist keine spezielle Auszeichnung für Lehrer. Vielmehr geht es der Initiative darum, die engagierte Vermittlung mathematisch-naturwissenschaftlicher Inhalte in allen gesellschaftlichen Bereichen zu würdigen. Schirmherrin des Netzwerks ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Vorsitzender ist Thomas Sattelberger, Vorstand Personal bei der Deutschen Telekom.

    Die Montabaurer Lehrerin war von der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) als Botschafterin vorgeschlagen worden. Durch eine große Werbeaktion hatte sie es unter anderem vor einem Jahr geschafft, fast 500 Schüler des Mons-Tabor-Gymnasiums zum Mitmachen beim Mathe-Adventskalender zu bewegen. Die Pädagogin hängte riesige Wandkalender im Treppenhaus der Schule auf, auf denen sie täglich die neue Aufgabe präsentierte. Mit ihren eigenen Klassen besprach sie die Lösungen im Unterricht. Die Kinder waren so begeistert, dass sie auch an den Wochenenden regelmäßig ihre Aufgaben lösten und die Ergebnisse im Internet eintrugen. Das MTG gewann einen Sonderpreis als engagierteste Schule.

    Zur Weltmeisterschaft 2010 hatte Löhr mit den Schülern Heißluftballons im Fußball-Design konstruiert und diese auf dem Schulhof steigen lassen. Herzu waren Kenntnisse in Mathe und Physik erforderlich. Auch die sogenannte mathematische Leseecke überzeugte die Mint-Jury. Dabei präsentierten Oberstufenschüler den jüngeren Jahrgängen Romane, in denen mathematische Phänomene und Experimente eine Rolle spielen. Hintergrund: Corinna Löhr unterrichtet auch Deutsch.

    Besonders kreativ zeigte sich Löhr auch bei einem Projekt aus dem Bereich der Geometrie. Während sie ihre Schüler einen komplexen Tetraeder bauen ließ, gab es ähnlich strukturierte Toblerone-Schokolade zum Naschen. "Liebe geht halt durch den Magen", sagt die Lehrerin. "Das gilt auch für die Mathematik." Durch den ungezwungenen Umgang mit dem Stoff gelingt es der Lehrerin nicht zuletzt, besonders viele Mädchen für ein klassisches "Jungenfach" zu begeistern. Auch dieser Punkt spielte bei der Wahl eine große Rolle.

    Corinna Löhr muss zwar viel Freizeit investieren, um all diese Projekte zu planen und vorzubereiten. "Aber ich habe ja nur eine Halbtagsstelle, deshalb geht das", gibt sie offen zu. "Ich will auch gar nicht mehr Stunden unterrichten. So kann ich meine Familie wunderbar einbinden." Ihre Kinder seien inzwischen ebenfalls schon ganz verrückt nach den Projekten ihrer Mama. "Ich bin echt Mathe-wahnsinnig", fügt die Lehrerin lachend hinzu.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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