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    Grünabfall wird zu Kompost und Brennstoff

    Der Natur abgeschaut ist ein Wiederverwertungsprozess, von dem im Westerwaldkreis viele Menschen profitieren: Grünabfälle können ganzjährig auf den Hausmülldeponien Meudt und Rennerod angeliefert werden. Dort werden die Baum-, Ast-, Strauch- und Heckenschnitte (bis zu einem Durchmesser von 12 Zentimetern) aber ebenso Rasenschnitte, Laub oder Moos kompostiert – und gelangen als wertvoller Nährstofflieferant wieder auf den Boden eines Gartens, auf dem Rasen oder in Blumenkästen.

    Aus Grünabfall wird Kompost. Nach der Lagerung wird der Abfall geschreddert, dann mehrfach umgesetzt und schließlich mit Hilfe einer Siebtrommel abgesiebt.
    Aus Grünabfall wird Kompost. Nach der Lagerung wird der Abfall geschreddert, dann mehrfach umgesetzt und schließlich mit Hilfe einer Siebtrommel abgesiebt.
    Foto: Angela Baumeier

    Westerwaldkreis - Der Natur abgeschaut ist ein Wiederverwertungsprozess, von dem im Westerwaldkreis viele Menschen profitieren: Grünabfälle können ganzjährig auf den Hausmülldeponien Meudt und Rennerod angeliefert werden. Dort werden die Baum-, Ast-, Strauch- und Heckenschnitte (bis zu einem Durchmesser von 12 Zentimetern) aber ebenso Rasenschnitte, Laub oder Moos kompostiert – und gelangen als wertvoller Nährstofflieferant wieder auf den Boden eines Gartens, auf dem Rasen oder in Blumenkästen.

    Insgesamt 5766 Tonnen Grünabfall wurden im vergangenen Jahr vom WAB (Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb) verarbeitet. 1366 Tonnen stammten dabei aus den zweimal im Jahr durchgeführten Straßensammlungen, den Großteil – etwa 4400 Tonnen – lieferten private Besitzer an. Nach einer strengen Eingangskontrolle am Haupttor der Deponie können sie ihr grünes Material dann auf einem insgesamt 5000 Quadratmeter großen Platz ablagern.
    Mittels einer großen Schreddermaschine wird das wertvolle Naturgut nun von der Firma Krobbach, die vom WAB dazu beauftragt ist, zerkleinert. Mehrfach müssen die riesigen Berge nun umgesetzt werden: Was im privaten Garten mit einer Schaufel zu schaffen ist, dazu braucht es bei diesen Mengen einen Bagger. „Beim Umsetzen wird das Äußere nach innen geschaufelt, dabei kommt Sauerstoff in den Abfall, der für die Zersetzung notwendig ist. Ist das Material zu trocken, muss zusätzlich bewässert werden. Bei dem Rotteprozess werden Temperaturen bis zu 80 Grad Celsius freigesetzt, die Krankheitskeime abtöten“, erklärt Irene Kirst-Melcher (Abfallberatung). Natürlich wird die Temperatur in den Mieten ständig mittels einer Sonde überprüft.
    Nach mehrmaligem Umsetzen wird nach einigen Monaten dann mit Hilfe einer Siebtrommel abgesiebt. Dabei wird der wertvolle Kompost von holzhaltigen Anteilen getrennt. Von einem unabhängigen Institut wird eine Probe gezogen und auf die Nähr- und Schadstoffe überprüft. Das Ergebnis bescheinigt die gute Qualität des Kompostes. Aber auch der sogenannte Siebüberlauf ist noch ein wertvoller Rohstoff – er ist für die thermische Verwertung interessant und wird in ein Biomasseheizkraftwerk geliefert. „Etwa 60 Prozent des Grünabfalls geht in die thermische Verwertung, 40 Prozent wird zu Kompost“, informiert Kirst-Melcher.
    Der Westerwälder Grünabfall-Kompost aus reinen Grün- und Gartenabfällen ist ein Qualitätsprodukt, das gefragt ist: rund 1300 Tonnen hat der WAB im vergangenen Jahr verkauft. „Wir erzeugen nur so viel, wie wir vermarkten können“, so die Abfallberaterin. Der Fertigkompost ist lose für 10 Euro pro Kubikmeter zu bekommen. Es gibt ihn aber auch abgepackt in 40-Liter-Säcken, die für 2,50 Euro verkauft werden (bei der Aktion „4 = 5“ gibt es den fünften Sack umsonst dazu). Egal ob lose oder verpackt: der Kompost eignet sich bestens zur Bodenverbesserung und Aufwertung von Pflanzerden.
    Näheres zum Grünabfallkompost kann man in einer aktuellen Broschüre nachlesen, die bei den einzelnen Verbandsgemeinden, der Kreisverwaltung, den Deponien Meudt und Rennerod sowie im Betriebsgebäude in Moschheim erhältlich ist. Sie kann auch auf der Homepage des WAB aufgerufen werden: www.wab.rlp.de

    Grünabfälle nehmen die Restabfalldeponien Meudt und Rennerod an. Für Grünabfall sind 2,70 Euro pro 100 Kilo zu zahlen. Rasenschnitt kann ganzjährig kostenfrei abgegeben werden. Mit den Gebührenbescheiden wird der Grünabfallwertscheck an die Grundstückseigentümer versendet, der einer Freimenge von 200 Kilogramm für eine Anlieferung im Jahr entspricht. Infos: Tel. 02602/680 655 oder im Internet www.wab.rlp.de oder per E-Mail an beratung@wab.rlp.de

    Von unserer Reporterin Angela Baumeier 

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