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Montabaur

Frühjahrskur fürs Hotel: Große Fachwerkfassade bald aufgefrischt

Die größte Fachwerkfassade der Montabaurer Altstadt bekommt eine Frühjahrskur und wird aufgefrischt, und seit einigen Monaten saniert. Noch bleibt das Ergebnis hinter einem verhängten Gerüst verborgen, denn der Winter verzögert immer wieder die Bauarbeiten, die mittlerweile bei den Feinheiten angekommen sind. Wann alles gut läuft, könnten die Hüllen spätestens im März fallen und die vermutlich aus dem Jahr 1663 stammende Fassade ziert dann wieder die Montabaurer Altstadt.

Die Fachwerkfassade des Hotels Schlemmer gehört zu den größten in der Montbaurer Altstadt und es ist ein beliebtes Fotomotiv, das in alle Welt mitgenommen wird. Einer der Gründe für Familie Höhn, die Vorderansicht des Ortsbild prägenden Hauses auffrischen zu lassen.  Foto: Susanne Willke
Die Fachwerkfassade des Hotels Schlemmer gehört zu den größten in der Montbaurer Altstadt und es ist ein beliebtes Fotomotiv, das in alle Welt mitgenommen wird. Einer der Gründe für Familie Höhn, die Vorderansicht des Ortsbild prägenden Hauses auffrischen zu lassen.
Foto: Susanne Willke

Ursprünglich war das Gebäude, in dem schon seit 1897 ein Hotel betrieben wird, unterteilt in fünf Häuser. „Das lässt sich ganz gut an den Trommelgewölben im Keller sehen“, erklärt Bauherr Herbert Höhn die Hintergründe. In einem der Häuser war früher eine Apotheke. Auch hat die Fassade im Laufe der Jahrhunderte häufiger ihr Gesicht verändert. Zuletzt ist sie 1982 vom Putz befreit worden, sodass das Fachwerk wieder zum Vorschein kam.

Nun wurde es Zeit, bestandserhaltende Maßnahmen zu ergreifen. Während dies im hinteren Bereich schon in den Jahren zuvor regelmäßig geschehen ist, ist jetzt das Fachwerk entlang der Fußgängerzone gründlich untersucht worden. Dort, wo etwa die Gefache oder das Holz angegriffen waren, entfernten Fachleute das marode Material und füllten es mit Lehm oder Eichenholz neu auf. „Grundsätzlich verfügt die Fassade über eine gute Substanz“, weiß Herbert Höhn. Eben weil die Fassade so ortsbildprägend ist, unterstützt auch die Stadt Montabaur den Erhalt mit fachlichem Wissen in Person von Stefan Baumgarten und mit 50.000 Euro aus dem Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“. Insgesamt ist die Sanierungsmaßnahme mit 120.000 Euro veranschlagt. Außen bekamen nicht nur die großflächigen Teile eine Auffrischung, sondern auch die Blumenornamente, die gemäß ihrer ursprünglichen Farbgestaltung überarbeitet wurden.

Gekauft hatte das Gebäude Peter Höhn, der Urgroßvater von Herbert Höhn und seinen Geschwistern, im Jahr 1901. „Wir sehen uns nun in der Pflicht, die wunderschöne Fassade restaurieren zu lassen und die Immobilie im adäquaten Zustand zu erhalten.“ Nicht zuletzt solle das natürlich auch dem Hotel zugutekommen, das vor wenigen Jahren innen komplett renoviert worden war. „Es ist ein begehrtes Fotomodell, die Fotos gehen um die Welt“, lacht Natalie Mays, die das Hotel Schlemmer seit 1996 betreibt. Auch im Haus gäbe es schöne Motive wie zum Beispiel eine Tür aus dem 17. Jahrhundert. Die überwiegend erhaltenen alten Türen hätten zum Teil 13 Lackschichten gehabt. Das alte Gebäude ist sogar Grundlage für eine Diplomarbeit im Fach Architektur geworden.

Familie Höhn ist es wichtig, dass die beteiligten Firmen aus der Region stammen. So startete die Baumaßnahme unter der Leitung des Architekturbüros Klump (Ruppach-Goldhausen) sowie unter der Mitarbeit der Schreinerei Becker (Ettersdorf), der Dachdeckerei Fetz (Welschneudorf), des Malerbetriebes Orth (Seck) sowie des Elektrobetriebes Seel (Montabaur).

Von unserer Redakteurin
Susanne Willke

Montabaur Hachenburg
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