40.000
Aus unserem Archiv
Nistertal

Figuren reisen durch die Gewässer der Welt: Im Kinderbuch werden Tropfen zu Helden

Wasser ist ein faszinierendes Element: Es verändert seine Form, seine Kraft, es unterliegt einem ständigen, weltweiten Kreislauf. Joachim Marx aus Nistertal, dessen Familie gern am Meer Urlaub macht und der sich sehr für Umwelt- und Gewässerschutz interessiert, hat genau diesen Umstand zum Inhalt einer Kinderbuchreihe gemacht.

Joachim Marx aus Nistertal hat eine Buchreihe über kleine, neugierige Wassertropfen entwickelt, die die Welt bereisen und viel erleben möchten. Der erste Band über „Trip & Trop“ ist bereits erschienen, der zweite Teil liegt als Manuskript vor.  Foto: Röder-Moldenhauer
Joachim Marx aus Nistertal hat eine Buchreihe über kleine, neugierige Wassertropfen entwickelt, die die Welt bereisen und viel erleben möchten. Der erste Band über „Trip & Trop“ ist bereits erschienen, der zweite Teil liegt als Manuskript vor.
Foto: Röder-Moldenhauer

Die erste Geschichte über die beiden sympathischen Wassertropfen Trip und Trop hat er bereits 2012 für seine Enkelin Greta geschrieben und im Eigenverlag herausgebracht. Jetzt liegt der zweite Band „Trip, Trop und Trap auf Weltreise“ als Manuskript vor. Und im Kopf des Autors existiert schon die Idee für den dritten Teil.

Die Auftaktgeschichte, die von Stephanie Brittnacher liebevoll und kleinkindgerecht illustriert wurde, beginnt in der Nordsee vor der ostfriesischen Insel Wangerooge, die Familie Marx von zahlreichen Aufenthalten gut kennt. Hier planen Trip und Trop eine Reise nach Nistertal zu Greta, von der sie gehört haben, dass sie so eine leckere Zahnpasta benutzt. Von anderen freundlichen Wassertropfen erfahren die beiden Hauptfiguren, wie sie fliegen können – nämlich indem sie sich von der Sonne bescheinen lassen, verdunsten, in den Himmel aufsteigen und dann mithilfe einer Wolke und des Windes transportiert werden.

Auf ihrem Weg Richtung Westerwald lernen Trip und Trop den Artgenossen Trap kennen, der ihnen schließlich die entscheidenden Tipps gibt, wann sie abspringen und dass sie in der Nister landen müssen, um dann über die Wasserleitung in Gretas Badezimmer zu gelangen. Das Vorhaben gelingt, die Begegnung mit der süßen Zahnpasta und den weißen Zähnen des Mädchens ist schön – aber sehr kurz. Und so beschließen die beiden Tropfen – gemeinsam mit ihrem neuen Freund – noch vor dem Durchrutschen durch den Abfluss und dem Zwischenstopp in der Kläranlage, ein neues Reiseprojekt zu starten.

Mit diesem offenen Ende hat Marx schon damals die Basis für ein weiteres Kinderbuch gelegt. Doch nicht nur Enkeltochter Greta, der die Geschichten gewidmet sind, sondern auch die Wassertropfen sind seit dem ersten Band älter, reifer und kritischer geworden. Die Herausforderungen, die die Hauptfiguren jetzt auf der Weltreise zu meistern haben, sind deutlich gewachsen. Viel stärker tritt dabei jetzt die zentrale Botschaft von Joachim Marx hervor, dass Wasser geschützt werden muss. „Sauberes Trinkwasser ist weltweit gefährdet“, merkt er an.

So machen seine drei Helden, die auf ihrer Tour um den Globus ganz unterschiedliche weitere Tropfen treffen, beispielsweise unangenehme Bekanntschaft mit sogenannten Plastikmüllinseln mitten auf dem Meer oder ekligen Geschmacksstoffen in den Gewässern, die von Duschgels und Cremes stammen. Wassertropfen Igor aus der Ukraine berichtet zudem von Erfahrungen als Kühlwasser in einem Atomkraftwerk. Brennstäbe kühlen zu müssen, sei das Schlimmste, was einem als Wassertropfen passieren könne, erzählt er seinen Artgenossen. Flip, Flop und Flap wiederum waren 3000 Jahre gefroren im Rhônegletscher gefangen, ehe sie von der Sonne und steigenden Temperaturen wach gekitzelt wurden.

Trip, Trop und Trap erfahren auf ihrer Reise, was es mit dem Klimawandel, verschmutzten Gewässern, aussterbenden Tierarten und zunehmenden zerstörerischen Wetterphänomenen wie Hurrikans auf sich hat. Doch sie beschreiben auch schöne Momente, etwa gleich zu Beginn der Geschichte, als sie sich in einer Blüte auf der Insel Mainau im Bodensee ausruhen. Geradezu rührend ist der Wunsch der Helden, sich mit dem Wind nach Afrika treiben zu lassen, um dort den Durst eines Kindes zu stillen.

Den sprechenden Tropfen gelingt es, den Leser unterhaltsam, aber dennoch eindringlich darauf hinzuweisen, was in den Gewässern der Welt schiefläuft. „Wir müssen etwas tun“, sagt auch Autor Joachim Marx.

Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich
Sein erstes Buch „Trip & Trop“ (mit Illustrationen von Stephanie Brittnacher) hat Joachim Marx im Eigenverlag „Verlag der Schönen Bücher“ herausgebracht und davon nur etwa 30 Exemplare drucken lassen, die er an Verwandte und Freunde verschenkt hat. Für seinen zweiten Band „Trip, Trop und Trap auf Weltreise“ sucht der Autor noch einen Verlag beziehungsweise Herausgeber. Wer Interesse an den Geschichten der Wassertropfen hat, kann sich gerne mit Joachim Marx per E-Mail an euamarx@googl

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Freitag

13°C - 25°C
Samstag

12°C - 28°C
Sonntag

14°C - 27°C
Montag

16°C - 29°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.