40.000
Aus unserem Archiv
Westerwaldkreis

Europaweite Nachfrage: Westerwälder Ton bleibt beliebt

Der Absatz von keramischen Rohstoffen, insbesondere aus den vielen Tonbergbaubetrieben im Westerwald, war nicht nur im vergangenen Jahr gut, sondern entwickelt sich auch im laufenden Jahr positiv. Das machte Geschäftsführer Matthias Schlotmann bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2015/2016 des Bundesverbandes Keramische Rohstoffe und Industrieminerale (BKRI) deutlich.

Eine bedeutende Westerwälder Tongrube zeigt hier Dr. Withold Simon Groborz vom Unternehmen Sibelco Deutschland: In der Grube Hohewiese zwischen Siershahn und Mogendorf ist auch gut zu erkennen, wie nahe oft die heimischen Rohstoffe Ton und Basalt (links) beieinander liegen.
Eine bedeutende Westerwälder Tongrube zeigt hier Dr. Withold Simon Groborz vom Unternehmen Sibelco Deutschland: In der Grube Hohewiese zwischen Siershahn und Mogendorf ist auch gut zu erkennen, wie nahe oft die heimischen Rohstoffe Ton und Basalt (links) beieinander liegen.
Foto: Markus Müller

Von unserem Redaktionsleiter Markus Müller

"Konjunkturell war das Geschäftsjahr 2015 mit einem erfreulichen Zuwachs in der Produktion verbunden", freut sich der Geschäftsführer. So wurde der von den Mitgliedsbetrieben ins In- und Ausland versandte Ton von 4,04 Millionen Tonnen im Jahr 2014 auf 4,20 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr gesteigert. Auch bei den veredelten Tonen gab es eine Steigerung: von rund 338 000 Tonnen auf etwa 344 000 Tonnen. Nur bei Schamotte gab es im vergangenen Jahr einen geringen Rückgang von rund 3000 Tonnen auf knapp 130 000 Tonnen.

"Und den größten Teil unserer Rohstoffe setzen wir – auch wenn die vielen Tonzüge nach Italien oft was anderes suggerieren – in Deutschland selbst ab", betont Schlotmann. So blieben 2015 mehr als 55 Prozent des Tonversandes – das waren 2,33 Millionen Tonnen – im Land. Nach Italien gingen etwas mehr als eine Million Tonnen (24,3 Prozent), in die Beneluxländer und Frankreich 633 000 Tonnen (17,2 Prozent) und ins restliche Europa und die übrige Welt 131 000 Tonnen (3,1 Prozent) Ton.

"Der Ausblick auf 2016 ist vom Absatz her optimistisch, wenngleich die Verfügbarkeit unserer Rohstoffe und deren Förderung und Transport auf immer neue und alte Probleme stoßen", freut und ärgert sich Schlotmann. Probleme bereiten etwa der Bahntransport oder immer neue Vorgaben.

So führten die Natura2000-Richtlinien bei der Rohstoffgewinnung aufgrund ihres sehr statischen Charakters nach wie vor zu Rechtsunsicherheiten. "Dabei sind der Abbau von Rohstoffen und der Schutz der Natur keine Gegensätze, sondern stehen in einer Wechselbeziehung mit beiderseitigem Vorteil", betont Schlotmann. Stolz ist er darauf, dass die Mitgliedsbetriebe manche Auflagen des Umwelt- und Naturschutzes sogar mehr als erfüllen: "So betreibt der BKRI in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden mittlerweile seit über 20 Jahren sehr erfolgreich sein Laubfrosch-Projekt", freut sich der Geschäftsführer.

Ein Problem, dass der Tonbergbau mit vielen anderen Branchen teilt, ist die Gewinnung von ausreichend Nachwuchskräften. Hier versucht der BKRI möglichst oft, sich zum Beispiel in Schulen oder bei Berufsinformationstagen als attraktiver potenzieller Arbeitgeber zu präsentieren.

Und in Sachen Forschung freut sich Schlotmann, dass nach 26 Jahren, in denen Prof. Ralf Diedel die Geschäftsführung des Forschungsinstitutes Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen innehatte, mit Dr. Markus Zwick der richtige Nachfolger gefunden wurde. Zwick studierte nach der Promotion Werkstofftechnik mit dem Schwerpunkt Glas/Keramik am Westerwald-Campus der Hochschule Koblenz.

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.