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Nauort

Eltern in Sorge: Schule in Nauort reagiert auf Kindesbelästigung

Stephanie Kühr

Die Grundschule Nauort hat Konsequenzen aus dem jüngsten Fall von Kindesbelästigung auf dem Schulgelände gezogen und die Eltern der Grundschüler am Mittwoch in einem Rundschreiben über den Vorfall informiert. In dem Brief gibt die Schulleitung den Eltern zugleich Empfehlungen an die Hand, wie sie ihren Kindern das richtige Verhalten in solchen Gefahrensituationen vermitteln können.

Auf dem Gelände der Nauorter Grundschule ist am Sonntagabend ein sechsjähriger Junge von einem Fremden angesprochen worden.
Auf dem Gelände der Nauorter Grundschule ist am Sonntagabend ein sechsjähriger Junge von einem Fremden angesprochen worden.
Foto: Fotolia

Der Schulelternbeirat wurde ebenfalls unterrichtet. Das Schulgelände bleibt wie gewohnt für Fremde abgeriegelt. „Unbefugte haben hier nichts zu suchen. Wir müssen unsere Kinder schützen“, betont Schulleiter Peter Wanschura im Gespräch mit unserer Zeitung. Wer ein Anliegen habe, solle sich an den Schulleiter wenden, bittet er um Verständnis.

Hintergrund: Auf dem unteren Schulhof der Nauorter Grundschule, der öffentlich zugänglich ist, war am Sonntagabend um 18.50 Uhr ein sechsjähriger Junge aus dem Ort von einem Fremden angesprochen worden. Nach Angaben der Polizei Höhr-Grenzhausen soll der Mann den Jungen aufgefordert haben, mit ihm zu kommen. Dabei soll der Unbekannte den Oberarm des Jungen berührt haben. Der Sechsjährige reagierte geistesgegenwärtig: Er trat den Fremden gegen das Schienbein und fuhr schnell mit seinem Rad nach Hause. Der Mann wurde als groß, schlank und mit kurzen schwarzen Haaren beschrieben. Die Eltern des Jungen informierten noch am Tatabend die Polizei über den Fall und warnten die Öffentlichkeit via Facebook.

Nachdem sich besorgte Eltern im Zuge der Berichterstattung unserer Zeitung an die Schulleitung gewandt hatten, macht der Rektor Wanschura deutlich: „Der Vorfall hat sich auf dem öffentlich zugänglichen, unteren Schulhof ereignet und nicht auf dem eingezäunten, oberen Schulhof.“ Unsere Zeitung hatte versehentlich ein Foto des falschen Schulhofs abgebildet. Dadurch konnte der Eindruck entstehen, dass der Mann das Kind auf dem oberen Pausenhof angesprochen hat. „Das ist nicht der Fall. Dieser Bereich ist eingezäunt und ist während und nach der Unterrichtszeit verschlossen. Wer sich hier Zutritt verschafft, begeht Hausfriedensbruch“, bekräftigt Wanschura. Eltern müssen sich folglich keine Sorgen machen. Die Kinder verbringen ihre Pausen auf geschütztem und von der Pausenaufsicht überwachtem Gelände, so der Rektor. Der untere Schulhof wird bereits seit Längerem nicht mehr von den Kindern während der Pause genutzt, betont er.

Peter Wanschura nimmt den Fall des Kinderansprechers ernst. „Wir mussten die Eltern schnellstmöglich informieren“, sagt er. In dem aktuellen Rundschreiben gibt er Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder für solche Gefahren sensibilisieren. „Kinder sollten nicht mit Fremden mitgehen. Zudem sollten sie nicht alleine unterwegs sein, sondern am besten in Gruppen, zumindest aber zu zweit“, betont er. „Es ist auch wichtig, dass Kinder ihren Eltern sofort von solchen Vorfällen erzählen.“ Aufgrund des aktuellen Vorfalles haben auch die Klassenlehrer das Thema „Kinderansprecher“ sofort im Unterricht besprochen, so Wanschura.

Die Nauorter Grundschule setzt zudem seit Jahren auf Prävention. Die Kinder durchlaufen in allen Klassenstufen altersentsprechende Präventionsprojekte, die von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück durchgeführt werden. Der Förderverein der Grundschule finanziert die Projekte. In den Klassenstufen 1 und 2 wird das Modul „Die große Ja-Nein-Tonne“ durchgeführt, für Dritt- und Viertklässler gibt es das Projekt „Mein Körper gehört mir“. Die Kinder lernen dadurch, mit Situationen umzugehen, in denen sie von Fremden angesprochen werden. Zugleich geht es darum, möglichen Fällen von Kindesmissbrauch auch innerhalb von Familie oder Bekanntenkreis vorzubeugen.

Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr
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