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    Chemie-Ass peilt schon den nächsten Wettbewerb an

    Seit das Mons-Tabor-Gymnasium mit einer neuen Arbeitsgemeinschaft (AG) regelmäßig an „Jugend forscht“ teilnimmt, stellen sich Erfolge in Serie ein. Schon im ersten Wettbewerbsjahr 2012 gelang der Montabaurer Schule der Landessieg in zwei Disziplinen. Und auch im zweiten Jahr riss die Serie nicht. Jüngster Clou ist der Triumph des 14-jährigen Anton Klersy aus Montabaur beim Landesentscheid von „Schüler experimentieren“ im Bereich Chemie.

    Anton Klersy zeigt sein Kalorimeter. Über seinen Erfolg freuen sich die Lehrer Armin Pleiss (links) und Dominik Höhn.
    Anton Klersy zeigt sein Kalorimeter. Über seinen Erfolg freuen sich die Lehrer Armin Pleiss (links) und Dominik Höhn.
    Foto: TF

    Der Wettbewerb fand vergangene Woche bei der Firma Boehringer in Ingelheim statt. Anton Klersy (9e) hatte sich zuvor mit einem Sieg beim Regionalentscheid in Remagen für die Finalrunde qualifiziert. Bei „Schüler experimentieren“ messen sich die jüngsten Teilnehmer von „Jugend forscht“ (bis 15 Jahre). Die Arbeit des Montabaurer Gymnasiasten hätte es jedoch problemlos mit der Konkurrenz der älteren Jugendlichen aufnehmen können, sagt Lehrer Dominik Höhn von der betreuenden AG. Denn zur Umsetzung musste Anton Klersy unter anderem auf mathematische Berechnungen zurückgreifen, die eigentlich erst im Oberstufenunterricht vermittelt werden.

    Inhaltlich ging es bei seinem Projekt um den „Test verschiedener Kraftstoffe mit biologischen Anteilen“. Durch die geballte Medienberichterstattung über die Einführung des Biotreibstoffs E 10 war der Jugendliche auf das Thema aufmerksam geworden. „Ich wollte wissen, was in dem Kraftstoff steckt“, berichtet der Montabaurer Schüler.

    Anton Klersy besorgte sich die Teile zum Bau eines sogenannten Kalorimeters. Darin verbrannte er kleine Mengen unterschiedlicher Kraftstoffe, um zu messen, wie viel Wärme dabei entsteht. Die Ergebnisse konnte er anschließend mathematisch vergleichen und damit Aussagen über die Energiebilanz der Treibstoffe treffen. Dabei stellte sich heraus, dass der Preisvorteil von E 10-Benzin durch einen höheren Verbrauch aufgezehrt wird. Das Tanken des Biosprits lohne sich eher nicht, folgerte der Schüler. Hinzu komme die problematische Beimischung von fossilen Rohstoffen, die meist in Schwellenländern angebaut werden. Dort fehle den Menschen dann die Ackerfläche.

    Nicht nur die Wertungsrichter bei „Schüler experimentieren“ zeigten sich begeistert von der Leistung des 14-Jährigen. Auch die Lehrer am Mons-Tabor-Gymnasium bescheinigten ihm ein außergewöhnlich hohes Talent in mehreren Naturwissenschaften. Nicht ohne Grund nehme Anton Klersy bereits parallel zur Schule ein Frühstudium in Koblenz wahr.

    Talente wie Anton Klersy zu fördern, mache das Mons-Tabor-Gymnasium stolz, sagte der kommissarische Schulleiter Armin Pleiss. „Wir brauchen junge Leute, die in naturwissenschaftlichen Fächern derart begabt sind – auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, so Pleiss, der sich auch bei den Lehrern Martin Zimmermann und Dominik Höhn von der neuen Arbeitsgemeinschaft bedankte.

    Als kleinen Wermutstropfen empfand Anton Klersy lediglich sein etwas zu junges Alter, denn bei „Schüler experimentieren“ gibt es im Gegensatz zu „Jugend forscht“ keinen Bundesentscheid. Mit dem Landeswettbewerb in Ingelheim ist die aktuelle Runde beendet. Der 14-Jährige will aber auf jeden Fall am Ball bleiben, um sich künftig auch mit der älteren Konkurrenz zu messen. Dabei bleibt er bescheiden und lässt am liebsten die Ergebnisse seiner Arbeit sprechen – denn sehr im Mittelpunkt zu stehen, ist dem jungen Forscher fast schon unangenehm.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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