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Montabaur

Bandcontest lockt wieder 1000 Musikfans an

Wer einen Bandcontest veranstaltet, der muss am Ende auch einen Sieger küren. Nicht anders ist das beim SPH-Bandcontest für Nachwuchsgruppen, der am Samstag knapp 1000 Fans und Musiker in die Stadthalle nach Montabaur lockte.

Ausgelassener Jubel beim Finale des Bandcontests im Haus Mons Tabor: Nicht nur die Fans der jungen Nachwuchsgruppen gaben beim vierstündigen Konzert alles.
Ausgelassener Jubel beim Finale des Bandcontests im Haus Mons Tabor: Nicht nur die Fans der jungen Nachwuchsgruppen gaben beim vierstündigen Konzert alles.
Foto: Foto: Tom Neumann

Von unserem Mitarbeiter Tom Neumann

Der Sieger auf dem Papier heißt „The Cash Crops", gefühlt aber haben sie alle gewonnen – die zehn Finalbands, die es bis in den Westerwald geschafft hatten. Die Fans, die mehr als vier Stunden Livemusik auf die Ohren bekamen. Und zu guter Letzt auch die Veranstalter, weil sie von den Musikern dieses Feedback bekommen: „Ihr seid anders, hier stehen noch die Bands im Vordergrund und nicht der Kommerz." Ganze elf Bands hatten 2009 bei der Premiere des SPH-Bandcontests mitgemacht, in diesem Jahr zählten die Veranstalter bereits 1000 Bewerber. „Wir wollten einfach etwas anderes schaffen, von Musikern für Musiker", sagt Robin Müller. Gemeinsam mit Freunden hatte er den Contest auf die Beine gestellt und stemmt ihn auch heute noch. Ein Haufen junger Leute, zumeist Musiker und deren Freunde, ausgestattet mit einer guten Idee und heute auch mit starken Kontakten in die Branche.

Von den 1000 Bewerbern hatten es rund 400 in den Wettbewerb geschafft. Auf dem Weg zum Finale standen Shows in ganz Deutschland an. In Bussen mit eigenen Fans im Gepäck hatten sich die Finalbands am Wochenende auf nach Montabaur gemacht. Das Konzept zieht längst Kreise, rund 1400 Bewerbungen liegen schon jetzt für das kommende Jahr vor. „SPH ist Ideologie und Leidenschaft", sagt Richard Sänger, der ebenfalls zum Orgateam gehört und in diesem Jahr den Abend moderierte. „Das Niveau ist im Vergleich zu den Vorjahren echt krass. Dazu ist die Mischung einfach spannend – vom knallharten Metallcore über Deutschrock, Elektro Metall bis hin zu Instrumentalmusik ist alles dabei." Wer am Ende den Titel mit nach Hause nimmt, entscheiden zu 50 Prozent die Fans in der Halle und zu 50 Prozent eine hochkarätig besetzte Jury aus Musikern und Musikexperten. „Das hier ist durch die unterschiedlichen Musikstile besonders und nicht einfach so ein Pop-Ding", sagt Juror Henrik Trevisan, Schlagzeuger der Band „Emma 6" (Universal Music). „Die Preise, die es zu gewinnen gibt, sind für kleine Newcomer-Bands unheimlich wertvoll, weil sie sich Dinge wie eine CD-Produktion oder einen Videodreh zumeist nicht leisten können. Dazu kann man hier klasse Kontakte knüpfen, weil viele Leute aus der Musikbranche vor Ort sind."

Die Sieger, die Band „The Cash Crops", holte am Ende mit feinster Indie-Musik den Titel nach Aschaffenburg. Obendrein gibt es für die Newcomer eine professionelle CD-Produktion, ein Design-Paket mit Logo und Werbematerialien, die Produktion eines Videos, dazu umfangreiche Promotion und Spielzeit auf Festivals. „Unsere Fans waren heute einfach saugeil", dankte Jonas Grahl von „The Cash Crops" fleißig der Horde, die ihm da gerade am Hals hing. Als der Sieger bekannt gegeben wurde, stürmten Fans und Freunde der Band die Bühne. Bei SPH läuft selbst die Siegerehrung ein wenig anders ab.

Montabaur Hachenburg
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