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St. Goar

Wann rollt der Burgexpress zur Rheinfels wieder?

Die Stadt St. Goar liebäugelt damit, eine neue Stadtwegebahn anzuschaffen. Denn die alte „Bimmelbahn“, der Burgexpress, ist seit April vergangenen Jahres außer Betrieb (wir berichteten). Auch die Besucherzahlen auf der Burg Rheinfels sind mittlerweile rückläufig. Die fehlende Verbindung zwischen dem Stadtkern und der Burg soll dafür verantwortlich sein. Daher ist es der Stadt St. Goar ein besonderes Anliegen, dauerhaft wieder eine Stadtwegebahn zu installieren.

Der Burgexpress dreht seit mehr als einem Jahr keine Runden mehr durch die St. Goarer Heerstraße und zur Burg Rheinfels. Stattdessen fährt Pabst-Reisen mit Kleinbussen die Burg Rheinfels an. Foto: Tourist-Info St. Goar
Der Burgexpress dreht seit mehr als einem Jahr keine Runden mehr durch die St. Goarer Heerstraße und zur Burg Rheinfels. Stattdessen fährt Pabst-Reisen mit Kleinbussen die Burg Rheinfels an.
Foto: Tourist-Info St. Goar

Derzeit übernimmt Pabst-Reisen den Pendelverkehr zwischen Innenstadt und Burg mit Kleinbussen. Auch die Köln-Düsseldorfer Reederei ist sehr daran interessiert, ihren Fahrgästen am Standort St. Goar die Burg Rheinfels erlebbar zu machen. Die Stadt hat mit der KD bereits einen Partner gefunden, die Bahn zu betreiben. Als zweiter Partner im Boot sitzt die in Boppard ansässige Firma Rhenus Veniro als Betreiber der Hunsrückbahn, die als Partner für die Personenbeförderung gewonnen werden konnte. Rhenus Veniro ist seit vielen Jahren auf der Steilstrecke zwischen Boppard und Emmelshausen mit Triebwagen unterwegs. Beide prüfen aktuell die Gründung einer Betreibergesellschaft für eine zukünftige „Welterbebahn“.

In erster Linie soll die Bahn die Verbindung zwischen Stadt und Burg herstellen. Aber auch andere Ausflugsfahrten wie zum Beispiel nach „Maria Ruh“ sollen mit einer neuen Stadtwegebahn abgedeckt werden. Dies soll zur ganzjährigen Wertschöpfung beitragen.

Die Gesamtkosten der Anschaffung belaufen sich gemäß Angebot der Firma Sightseeing Trains Rügen vom Juni 2018 auf 361.840 Euro. Die Anschaffung der Bahn soll über den Leadertopf gefördert werden.

Diesel sorgte nicht immer nur für Freude

Als Elektrobahn stellt die Stadtwegebahn eine Innovation dar. Die frühere Stadtwegebahn wurde mit Diesel betrieben und sorgte nicht nur für Freude, wenn die Gäste, die in der Fußgängerzone saßen, beim Essen die Abgase einatmen mussten. Mit einer Elektrobahn hätte sich dieses Thema erledigt. Die Stadt St. Goar möchte die Bahn kaufen und an die Betreibergesellschaft vermieten. Diese wird dann in eigenem Namen sowie auf eigene Verantwortung und Rechnung den Elektrobahnbetrieb durchführen. Als weiterer Partner kommt das Unternehmen Pabst-Reisen ins Spiel, das ebenfalls am Projekt Stadtwegebahn beteiligt werden soll. Das St. Goarer Unternehmen könnte als Dienstleister für die Betreibergesellschaft arbeiten und das Personal sowie die Unterstellmöglichkeit für die Bahn vermieten, zumal eine entsprechende Immobilie zur Verfügung stehen würde. Richard Pabst hat vor einigen Monaten eine Konzession beim Landesbetrieb Mobilität beantragt.

Auch im Hinblick auf die Buga 2029 oder 2031 ist es laut Stadt wichtig, mit der E-Bahn ein modernes Mobilitätsangebot und eine Attraktion für St. Goar zu schaffen.

Am Mittwoch, 19. September, 18 Uhr, wird sich der St. Goarer Stadtrat im öffentlichen Teil der Sitzung in der Rheinfelshalle mit dem Stadtbahnthema beschäftigen.

Von unserer Reporterin Suzanne Breitbach
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