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Emmelshausen

Neuer Spielplatz im Emmelshausener Kurpark: Kinder lassen ihre Ideen einfließen

Suzanne Breitbach

Der Kurpark in Emmelshausen soll ein neues Gesicht erhalten. Maßnahmen zur baulichen Inwertsetzung und Attraktivitätssteigerung stehen an. Auch der Spielplatz soll für alle Altersklassen neu gestaltet werden.

Die Arbeitsgruppe Spielplatz an der Grundschule Emmelshausen hat eigene Vorstellungen vom Wunschspielplatz. Aktiv beteiligten sich die Kinder an der Planung.
Die Arbeitsgruppe Spielplatz an der Grundschule Emmelshausen hat eigene Vorstellungen vom Wunschspielplatz. Aktiv beteiligten sich die Kinder an der Planung.
Foto: Suzanne Breitbach

Der Kurpark ist im Luftkurort die grüne Oase. Direkt am Zentrum am Park gelegen, lädt er zum Verweilen ein. Im Jahr 1979 wurde das runde Konzertgebäude im Teich der Parkanlage erbaut. 1995 folgte die Sanierung des Gebäudes, 1996/97 wurde die Parkfläche erweitert. „Mit Hilfe einer neuen Sichtachse sollen mehr Menschen in den Park gelockt werden. Funktionen sollen neu geordnet werden, ausreichend Platz ist für einen neuen Spielplatz vorhanden“, erläutert Planer Alfred Klabautschke die Erneuerung der Parkanlage. Neben einer Neuanordnung der Parkplätze sollen künftig auch Wohnmobile zentrumsnah parken können. Bewegung für erwachsene Besucher mit Outdoor-Fitnessgeräten ist ebenfalls Bestandteil des neuen Parkkonzeptes.

Erster Schritt ist die neue Spielplatzgestaltung im Park. Für den ersten Baustein hat der Stadtrat Emmelshausen am 20. Juni grünes Licht erteilt. Kinder brauchen Spielräume, draußen im Freien, in der Natur. Damit sind nicht einfach nur Spielplätze gemeint, sondern Flächen in der Nähe der Wohnung. Sie sollen kindgerecht sein, anregend und vielfältig und dabei leicht und ohne Gefahr zu erreichen. Der Park mitten in Emmelshausen bietet ideale Voraussetzungen hierfür. Derzeit unterhält die Stadt insgesamt neun Spielplätze. Deren Anzahl soll reduziert werden, wenn der zentrale neue Spielplatz im Park fertiggestellt ist.

„Wie stellt ihr euch einen Traumspielplatz vor?“, ist die Frage, die der Fachbereich Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen an die Grundschüler in Emmelshausen gerichtet hat. Die Kinder sollen sich aktiv an der Planung des neuen Spielplatzes beteiligen, wodurch ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden sollen.

Spielplatz im Burgdesign

Dazu hat sich die Schulleitung bereit erklärt. In Form einer Projektwerkstatt haben neun Kinder aus den Klassenstufe 3 und 4 die Aufgabe von den Klassenkameraden erhalten, ihre Ideen aus der jeweiligen Klasse zu übermitteln. Bennet, Gerrit, Sebastian, Clara, Joel, Marla, Merle, Carolina und Dennis haben klare Vorstellungen. Im Lehrerzimmer trafen sich die Grundschüler gemeinsam mit Klassenlehrerin Valerie Daheim-Jung (Klasse 3a) und Konrektorin Susanne Knizia (Klasse 4a) mit Planer Alfred Klabautschke und Bauamtsleiter Jürgen Schneider. Statt Unterricht, erläuterten sie ihre Spielplatzwünsche: eine lange Röhrenrutsche, damit beim Rutschen die Kleidung nicht nass wird und ein Turm; ein Fußball- und ein Basketballfeld; eine kurvige Rutsche, damit man sich in die Seiten legen kann; Tore für das Spielfeld, die wie Burgtürme aussehen; eine Kletterwand; ein kleines Trampolin ohne Netz, das im Boden eingelassen ist; eine Kletterburg mit Spielhäuschen; viel Wasser für den Sommerspaß im Park mit einem Boot oder Floß. „Da im Rhein- und im Moseltal die Burgen eine große Bedeutung haben, soll der ganze Spielplatz harmonisch im Burgdesign errichtet werden. Wir leben im Hunsrück, wir sind Hunsrücker“, erläutert Konrektorin Susanne Knizia den Wunsch der Kinder zum Gesamterscheinungsbild des neuen Spielplatzes.

Jetzt hat die Projektwerkstatt alle Hände voll zu tun. Von Kindern gemalte Bilder sollen Bestandteil einer Mappe werden, die die Verantwortlichen dem Förderantrag beifügen möchten.

Zur Einreichung von Projektsteckbriefen ist als Fristende der 21. September vorgesehen. Daher müssen die Kinder der Arbeitsgruppe Spielplatz der Grundschule Emmelshausen ihre Wünsche für den neuen hochwertigen Spielplatz schnell aufmalen. Damit aus dem EU-Fördertopf Leader Gelder für einen neuen Spielplatz fließen können, müssen bestimmte Alleinstellungsmerkmale berücksichtigt werden, dazu gehören der „Bezug zum Hunsrück“, „naturnah“ und vieles mehr.

Umgesetzt werden soll das Spielplatzprojekt im kommenden Jahr. Auch bei der Bepflanzung sollen die Grundschüler beteiligt werden. Und wer ein tolles Bild zur Realisierung des Traumspielplatzes malt, soll belohnt werden. Dafür machen sich Bauamtsleiter Jürgen Schneider und Planer Alfred Klabautschke stark, die die Wünsche der Kinder sehr ernst nehmen.

Von unserer Reporterin Suzanne Breitbach
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