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    Roßbach

    Zwangsversteigerung: Noch kein Bieter für die "Wiedperle" aufgetaucht

    Wie erwartet ist der Gebäudekomplex „Wiedperle“ mitten in Roßbach auch beim zweiten Termin für die von den Gläubigern angestrengte Zwangsversteigerung nicht verkauft worden. Wie vor Wochen beim ersten Termin am Neuwieder Amtsgericht, waren zwar erneut potenzielle Bieter anwesend, sie gaben allerdings noch kein belastbares Angebot ab. Der Vertreter der Gläubigerbank beantragte daraufhin, das Verfahren einzustellen. Es deutet allerdings alles darauf hin, dass die Bank gemäß den „Spielregeln“ die Fortsetzung neu beantragt. Schließlich zeichnet sich ein Kaufinteresse ab. Fraglich ist demnach nur noch die Höhe des von der Gläubigern zu erzielenden Kaufpreises.

    Der Gebäudekomplex „Wiedperle“ in der Roßbacher Ortsmitte steht zum Verkauf. Allerdings hat noch kein Interessent im Bieterverfahren ein Gebot hinterlegt.
    Der Gebäudekomplex „Wiedperle“ in der Roßbacher Ortsmitte steht zum Verkauf. Allerdings hat noch kein Interessent im Bieterverfahren ein Gebot hinterlegt.
    Foto: Ralf Grün

    Die Bank strebt 75 Prozent des Verkehrswertes an, der bei etwa 350.000 Euro liegt. Während der 30-minütigen Bieterphase vor Gericht zeigte sich jedoch, dass niemand bereit ist, ein solches Angebot abzugeben. Der Vertreter der Bank erklärte zudem kurz vor Ablauf der Bieterfrist: „Heute ist unter 50 Prozent ohnehin nichts möglich.“ Doch auch den günstigeren Kaufpreis war keiner im Gerichtssaal bereit zu bieten.

    Die möglichen Bieter, darunter auch Ortsbürgermeister Jürgen Becker im Auftrag der Gemeinde Roßbach, brachte dieser Satz jedoch nicht aus der Ruhe. Die Gemeinde würde sowieso nur als Käufer in Erscheinung treten, wenn sich der Preis rapide nach unten entwickelt, kündigte Becker an.

    Dementsprechend interessiert zeigte sich Becker, als einer der privaten Interessenten im Gerichtssaal das Wort direkt an ihn richtete und frei heraus fragte: „Ich habe einen Investor im Rücken, der würde gerne in dem Objekt Flüchtlinge unterbringen, könnten Sie sich das vorstellen?“ Das Gebäude wieder als Altenpflegeheim zu betreiben, würde Investitionen von 2 bis 2,5 Millionen Euro nötig machen. „Im Asylbereich könnte nach und nach investiert werden.“

    Becker entgegnete: „Wir sind grundsätzlich offen für Gespräche, und wir haben diese Option auch schon diskutiert. Ich bezweifele aber, ob es eine Konzentration von Flüchtlingen im Wiedtal sein soll?“ Bislang sei es sehr gut gelungen, Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unterzubringen. Becker: „Das hat sich bewährt. Und irgendwann ist so ein kleiner Ort auch mal überfordert.“ Hinzu komme, dass es mit dem ehemaligen Hotel „Roßbacher Hof“ bereits eine Flüchtlingsunterkunft gibt, die aber im Moment gar nicht mehr besetzt sei. Und überhaupt käme es der Gemeinde eher gelegen, wenn der sanierungsbedürftige Komplex abgerissen werden würde, um Platz für eine „attraktive Wohnbebauung“ zu schaffen. Becker: „Die Gemeinde ist bereit, den Bebauungsplan dahin gehend zu ändern, zwei Vollbaugeschosse wären dann möglich. Zudem käme noch ein nennenswertes Nachbargrundstück dazu, dass derzeit noch in privater Hand ist, aber zum Verkauf steht.

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

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