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Kreis Neuwied

Vorbereitung auf die Nachprüfung: Auch in den Ferien wird gebüffelt

Sommerferien: Die Schulen sind verwaist, die Schulbücher fristen ein unbeachtetes Dasein. Fast jedenfalls. Denn hier und da wird auch in den Ferien gebüffelt. Die Nachhilfeinstitute bieten Ferienkurse an und helfen Schülern, sich auf das kommende Schuljahr vorzubereiten. Die Rhein-Zeitung schaute bei Linos-Hilfen vorbei und fragte Inhaber Martin Lorenzini, der seit neun Jahren Schülernachhilfe in Neustadt, Windhagen und Rottbitze anbietet, welche Schüler in den Ferien zu ihm kommen.

Melanie Bonnek (rechts) paukt mit Nachhilfelehrerin Sarah Rüddel für das Fach Englisch. Foto: Beate Christ
Melanie Bonnek (rechts) paukt mit Nachhilfelehrerin Sarah Rüddel für das Fach Englisch.
Foto: Beate Christ

Von unserer Mitarbeiterin Beate Christ

"Es gibt unterschiedliche Gründe, warum die Schüler in den Ferien unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Einige bereiten sich in dieser Zeit auf ihre Nachprüfungen vor, andere wollen gern Lücken aufarbeiten, bevor es ins nächste Schuljahr geht. Zudem kommen auch Studenten zu uns, die sich auf ihre Klausuren vorbereiten", so Lorenzini. Und dann gibt es noch Schüler, die aufgrund eines Schulwechsels, beispielsweise durch einen Umzug, Nachhilfe in Anspruch nehmen wollen.

Melanie Bonnek aus Vettelschoß hat Nachhilfebedarf im Fach Englisch. "Ich muss mich auf eine Prüfung vorbereiten", sagt die Realschülerin. Zwölf Mal will sie sich in den Sommerferien mit Nachhilfe- Lehrerin Sarah Rüddel treffen, dann muss der Stoff sitzen. "Ich habe schon einige Fortschritte gemacht und blicke der Prüfung mit einem guten Gefühl entgegen", meint Melanie Bonnek zuversichtlich. Meist sind es Mädchen und Jungen aus den weiterführenden Schulen, die die Nachhilfe von Lorenzini und seinem Team in Anspruch nehmen. "Drei Viertel unserer Schüler sind Gymnasiasten und Oberstufenschüler. Hier können wir auch eine hohe Erfolgsquote verbuchen, weil bei ihnen die Motivation recht hoch ist", hält Lorenzini fest. Eine steigende Zahl an Nachhilfeschülern konnte er durch die Einführung des "Turbo-Abiturs" in Nordrhein-Westfalen feststellen, auf der anderen Seite fielen einige Schüler durch die Einrichtung von Ganztagsschulen weg. Die rheinland-pfälzische Schulreform machte sich bei ihm kaum bemerkbar. "Ehrgeizige Eltern, die ihr Kind unter allen Umständen aufs Gymnasium schicken und dann auch Nachhilfe beanspruchen, gab’s auch schon vor der Schulreform", meint Lorenzini.

Allerdings ist ihm daran gelegen, dass die Kinder gern zur Nachhilfe kommen. "Die Motivation sollte nicht gefährdet werden, indem Kinder und Jugendliche überstrapaziert werden". Laut Lorenzini ergibt es keinen Sinn, die kompletten Ferien über zu büffeln. "Die Schüler müssen auch einmal abschalten", sagt er. Er empfiehlt jenen, die das Gelernte gern noch einmal auffrischen möchten, ein bis zwei Wochen vor dem neuen Schuljahr mit der Wiederholung des Lernstoffes zu beginnen. "Es tut vielen gut, vorbereitet ins neue Schuljahr einzusteigen." Generell stellt Lorenzini fest, dass in allen Ferien gelernt wird. "Nach den ersten Arbeiten holen sich viele in den Herbstferien Unterstützung, in den Weihnachtsferien pauken die Abiturienten aus Rheinland-Pfalz und um Ostern jene, die sich auf ihr Abitur in Nordrhein-Westfalen vorbereiten, mit uns." Nachhilfe für Grundschüler sieht er kritisch. "Die Kinder sind meist noch zu jung, um den Sinn der Nachhilfe zu erkennen."

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