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    Schwimmen lernen ist Problem auf dem Land

    Asbach - In der Verbandsgemeinde Asbach gibt es nur ein Schulschwimmbad, das so gut wie ausgelastet ist, wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilte. Von Montag bis Freitag ist das Bad nahezu jeden Abend bis 21 Uhr belegt. 

    Richtige Wasserratten: Nur wer schwimmen kann, hat wirklich Spaß am kühlen Nass. Im Schulschwimmbad in Asbach wird Unterricht angeboten, doch die Plätze decken bei weitem nicht den Bedarf in der Verbandsgemeinde Asbach.  Foto: Beate Christ
    Richtige Wasserratten: Nur wer schwimmen kann, hat wirklich Spaß am kühlen Nass. Im Schulschwimmbad in Asbach wird Unterricht angeboten, doch die Plätze decken bei weitem nicht den Bedarf in der Verbandsgemeinde Asbach.
    Foto: Beate Christ

    Von unserer Redakteurin Christina Nover

    Während der Schulzeiten steht das Schulhallenbad Asbach ausschließlich für den Schulischen Schwimmunterricht zur Verfügung. So wird das Schwimmbad nicht nur von der ortsansässigen Grundschule Am Frankenwall, der Realschule plus Asbach und der Albert-Schweitzer-Schule, sondern auch durch die benachbarten Grundschulen Limbach, Buchholz, Kölsch-Büllesbach und Neustadt Wied) genutzt. Zudem wird das Hallenbad derzeit im Rahmen des Ganztagsschulangebotes oder anderer Nachmittagsangebote durch die Grundschule Asbach, die angrenzenden Realschule plus Asbach, die Albert-Schweitzer-Schule sowie das Wiedtal-Gymnasium Neustadt genutzt.

    Auch nach Ende der Schulzeit herrscht reges Treiben im Schwimmbecken, unter anderem nutzt die Kreisvolkshochschule das Bad für Schwimmkurse. Träger des Schulhallenbades ist die Verbandsgemeinde Asbach. Bürgermeister Lothar Röser schätzt den Bedarf für Schwimmunterricht in der Verbandsgemeinde als sehr hoch ein: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Plätze ausreichen", so Röser im Gespräch mit der RZ. In der Verbandsgemeinde Asbach ist das Schulschwimmbad die einzige Örtlichkeit, in der Schwimmen gelernt werden kann. "Das ist bei uns auf dem Land eine Katastrophe", meint Wolfgang Latz, Schulleiter des Gymnasiums in Neustadt gegenüber unserer Zeitung. Die Schule bietet nachmittags eine AG für Kinder an, die Schwimmen lernen wollen. Die Schüler der Sportkurse müssen ins Wiedtalbad nach Hausen fahren, da das Schulhallenbad für die Ansprüche des Oberstufenunterrichts nicht ausreicht.

    Alleine die Fahrtzeit einer Strecke beträgt mindestens 20 Minuten, dementsprechend wenig Zeit bleibt den Schülern im Wasser. Als problematisch sieht Latz, dass die Öffnungszeiten immer beschränkter werden - was zu Problemen führt, geeignete Termine für den Schwimmunterricht zu finden. Der Unterhalt von Schwimmbädern gestaltet sich immer schwieriger - die Umwandlung in Spaßbäder führt häufig dazu, dass sie nicht mehr für den Unterricht geeignet sind. "Früher haben die Kinder in den Seen schwimmen gelernt, heute ist das überall verboten", meint Angela Will, die die kommissarische Schulleitung der Realschule plus in Neustadt inne hat.

    Ihre Schule kann das Schulschwimmbad gar nicht nutzen. "Es gibt seit Jahren keine Lücke für uns", so Will. Sie hält Schwimmunterricht für einen wichtigen Inhalt in der Schulzeit - denn ihre Befürchtung ist: "Viele Eltern kümmern sich gar nicht mehr darum, dass ihre Kinder schwimmen lernen." Je früher Kinder das Schwimmen lernen würden, desto geringer sei die Gefahr, dass sie ertrinken.

    Während von der Grundschule in Asbach 267 Kinder jede Woche schwimmen gehen, nutzt die Erich Kästner Grundschule Windhagen das Schulschwimmbad gar nicht. Schulleiterin Ursula Reiner: "Uns fehlt eine entsprechende Lehrkraft, die den Unterricht durchführen könnte." Die Fahrtzeit nach Asbach wäre jedoch auch problematisch. Zumal die Kosten für den Transport von der Kreisverwaltung übernommen werden müssten. Zwar gäbe es in 10 minütiger Fahrtzeit in Nordrhein-Westfalen ein Schwimmbad, die Organisation über Ländergrenzen hinweg würde sich jedoch schwierig gestalten.

    Das Thema Schwimmunterricht bezeichnet ihr Kollege Latz aus Neustadt als "Achillesferse der Region". "Die Eltern fliegen mit ihren Kindern auf jede Insel der Welt - da sollten die Kleinen doch auch schwimmen können." 

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