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    RZ-Gespräch zur Landratswahl: Kandidaten befürworten Bürgerbusse

    Der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach (CDU) und der amtierende Bürgermeister der VG Bad Hönningen, Michael Mahlert (SPD) wollen beide neuer Landrat des Kreises Neuwied werden. In einer Gesprächsrunde haben wir sie beide zu verschiedenen Themen befragt. Bereits im ersten Artikel, in dem es unter anderem um Wirtschaft und Finanzen ging, wurde klar: die Kandidaten sind sich in weiten Teilen einig.

    Achim Hallerbach (links) und Michael Mahlert beim Gespräch mit der RZ.
    Achim Hallerbach (links) und Michael Mahlert beim Gespräch mit der RZ.
    Foto: Marion Ziegler

    So auch wenn es um den Öffentlichen Nahverkehr geht: Beide sehen in Bürgerbussen eine Chance, Mobilität auch im ländlichen Raum zu gewährleisten. Hallerbach verweist auf Buslinien, die eingestellt werden mussten, da sie nicht ausreichend genutzt wurden. „Da saßen manchmal nur fünf Leute drin“, berichtet er. Das sei alles andere als wirtschaftlich. Schließlich koste jeder gefahrene Buskilometer 3,40 Euro. Deshalb stehen beide Landratskandidaten hinter dem Ausbau von Subsystemen. Michael Mahlert: „Nach momentanem Erkenntnisstand sind Bürgerbusse die einzig sinnvolle Antwort darauf, wie man Mobilität im ländlichen Raum garantieren kann“.

    Beide sind sich bewusst, dass das aufs Ehrenamt ausgelegte Konzept viele Kritiker hat (insbesondere Taxiunternehmen), Hallerbach betont jedoch: „Bürgerbusse haben eine soziale Komponente, sind ehrenamtlich organisiert und sind deshalb keine Konkurrenz“. Die Zielsetzung sei eine ganz andere, da es oftmals nicht einfach nur um Fahrten, sondern auch um damit verbundene Hilfestellungen, wie das Hochtragen von Einkäufen oder Gespräche geht. Insbesondere wenn es sich um Kurzstrecken handelt, sei eine Taxifahrt oftmals keine Alternative: „Diese Dienstleistungen macht keiner.“ Zudem könnten sich viele Menschen ein Taxi gar nicht leisten.

    Mahlert machte auf die unterschiedlichen Bedürfnisse in den Regionen aufmerksam. Am Rhein gebe es zwar die Bahn, in kleineren Gemeinden sei trotz vieler Diskussionen aber immer noch kein Halbstundentakt vorhanden. „Das ist ein wesentlicher Punkt, was den Zuzug betrifft – die Menschen wollen flexibel zur Arbeit kommen.“ Hallerbach verweist auf den barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe, der vorangetrieben werden müsse.

    Beim Thema Klimaschutz steht für beide Landratskandidaten das Einsparen von Energie und Reduzierung von Schadstoffen ganz oben auf der Liste. Hallerbach erwähnt lobend die Firma Zickenheiner, die Hybridbusse im Einsatz hat. Ebenso ist er dafür, die E-Mobilität im Kreis voranzutreiben. Klar ist den Männern, dass die Ziele, die im Klimaschutzkonzept festgehalten wurden, ohne Windkraft nicht zu erreichen ist. „Der große Wurf wäre nur mit Windenergie möglich gewesen“, erklärt Mahlert. Die Hände in den Schoß will er deshalb jedoch nicht legen. Er nennt Wasserenergie oder Holzhackschnitzelheizungen, die in Schulen eingebaut und mit Holz aus den eigenen Wäldern befeuert werden, sowie Beratungsangebote als mögliche Punkte. Auch die Gründung einer Energiegesellschaft hält er für überdenkenswert.

    Hallerbach, dessen Steckenpferd die Abfallwirtschaft ist, sieht in diesem Bereich noch viel Potenzial. So will er dafür sorgen, dass der Grünschnitt nicht mehr aus dem Kreis hinaus geht, sondern genutzt wird. Ebenso spricht er sich dafür aus, dass die Entsorgung des Holzes von Astsammelplätzen in die Hand genommen wird. „Wir haben viel Holz, das sollten wir auch nutzen“, meint er. Beide halten es für sinnvoll, zu prüfen, ob die Entsorgung der grünen Tonne über den Kreis machbar ist (siehe Kasten).

    Knackpunkt grüne Tonne

    Die Kontrollen der Grünen Tonnen haben viele Bürger verärgert und auch schon im Kreistag für Wirbel gesorgt. Mahlert hält die komplizierte Sortierung für „nicht bürgernah“ und sieht es als sinnvoll an, über ein ganzheitliches Konzept in Kreishand nachzudenken. Inwiefern eine kommunale Wertstofftonne umsetzbar sei, müsse jedoch geprüft werden.

    Hallerbach spricht bundespolitisch von einer „vertanen Chance“. Solange es das Duale System im Kreis noch gibt, sei die Abfallberatung enorm wichtig. „Wer richtig trennt, spart Geld“, so Hallerbach. cno

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