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Neuwied

Neue Auszeichnung: Der britische Ethnologe Richard Dawkins erhält den "Human Roots Award“

Regine Siedlaczek

Als einzig lebende Alternative zu Charles Darwin bezeichnete Prof. Sabine Gaudzinski-Windheuser, Leiterin des archäologischen Forschungszentrums und Museums für menschliche Verhaltensevolution in Monrepos, den ersten Preisträger des „Human Roots Award“. Professor Richard Dawkins, weltbekannter Ethnologe und Evolutionsbiologe, erhielt die erstmalig verliehene Auszeichnung für den Einfluss seiner Forschung auf das Verständnis der menschlichen Verhaltensevolution.

Bernolf Eibl-Eibesfeldt (li.) übergibt den ersten „Human Roots Award“ an den Ethnologen und Evolutionsbiologen Richard Dawkins. Foto: Siedlaczek
Bernolf Eibl-Eibesfeldt (li.) übergibt den ersten „Human Roots Award“ an den Ethnologen und Evolutionsbiologen Richard Dawkins.
Foto: Siedlaczek

„Heute ist ein besonderer Tag für unser Institut“, begrüßte Gaudzinski-Windheuser die zahlreichen Gäste, schließlich sei es gelungen, einen würdigen ersten Preisträger für den „Human Roots Award“ zu finden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis konnte von privater Seite eingeworben werden und soll künftig jedes Jahr an Archäologen oder Wissenschaftler aus Nachbardisziplinen für Leistungen verliehen werden, die außerordentlichen Einfluss auf das Verständnis der Evolution genommen haben.

Sohn des Schirrmherrn übergab Preis

Schirmherr des „Human Roots Awards“ ist Professor Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Schüler des Nobelpreisträgers Konrad Lorenz und Begründer der Humanethologie. Dieser hatte seinen Sohn Bernolf Eibl-Eibesfeldt in die Deichstadt geschickt, um Dawkins zu würdigen und den Preis zu übergeben: „Als mein Vater erfuhr, wer der Preisträger sein werde, war er sehr begeistert“, betonte Eibl-Eibesfeldt, schließlich verfüge Dawkins nicht nur über fachkundiges Wissen, sondern auch über das Talent, dieses den Menschen näherzubringen. Dieser Meinung schlossen sich auch Dr. Olaf Jöris und Dr. Lutz Kindler an, die in kurzen Vorträgen unter anderem das wissenschaftliche Wirken Dawkins‘ nachzeichneten und seinen Einfluss auf die Forschung der vergangenen Jahrzehnte würdigten.

Bescheidener Preisträger

Trotz des großen Lobs zeigte sich der erste Preisträger des „Human Roots Awards“ bescheiden. So sei er dankbar und fühle sich sehr geehrt, dass er diese Würdigung erhalte. Der Evolutionsbiologe war allerdings nicht nur nach Neuwied gekommen, um den Preis in Empfang zu nehmen, auch ließ er es sich nicht nehmen, einige Worte über sein Spezialgebiet zu sagen und dieses humorvoll und anschaulich zu vermitteln.

„Wir wollen mit dem Human Roots Award den interdisziplinären wissenschaftlichen Dialog fördern und das öffentliche Bewusstsein für die Relevanz der Erforschung von Menschwerdung schaffen“, sagte Gaudzinski-Windheuser und ergänzte, wie wichtig es sei, mit dem „Human Roots Award“ eine Brücke zwischen den Menschen heute, der archäologischen Sichtweise auf die „Menschwerdung“ und der humanistischen Agenda des „Menschbleibens“ in der Zukunft zu bauen. Denn nur so lasse sich die Zukunft nachhaltig gestalten.

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