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Kreis Neuwied

Nach illegalem Transport: Macho, Strolchi und Co. suchen ein neues Zuhause

Acht der zehn Welpen, die vor einigen Wochen von der Polizei von einem illegalen rumänischen Hundetransport beschlagnahmt wurden, sind wohlauf und suchen ein neues Zuhause. Dabei sollten die kleinen Kraftpakete an erfahrene Hundebesitzer vermittelt werden.

Für Strolchi und Macho ist alles ein Abenteuer. Die kleinen Energiebündel wollen alles und jeden erkunden – auch die Reporterkamera. Foto: Borowski
Für Strolchi und Macho ist alles ein Abenteuer. Die kleinen Energiebündel wollen alles und jeden erkunden – auch die Reporterkamera.
Foto: Borowski

Von unserer Redakteurin Nina Borowski

Stürmisch springen gleich acht junge Hunde an den Beinen hoch. Jeder will den Besucher beschnüffeln, jeder will eine Streicheleinheit ergattern und jeder will natürlich die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die acht kleinen Kraftpakete waren vor wenigen Wochen noch alles andere als kräftig. Sie sind auf einem rumänischen Hundetransporter gefunden worden und waren völlig dehydriert (die RZ berichtete).

Mittlerweile sind aus den acht Wochen alten Welpen junge Hunde geworden, die auf ein neues Zuhause warten. "Die Tiere sind geimpft und entwurmt", sagt Sabine Bertgen, die Leiterin des Neuwieder Tierheims, wo die Hunde zurzeit untergebracht sind. Ein Welpe ist an den Folgen der Wurmerkrankung gestorben. "Alle anderen haben die Wurmkur und auch die erste Impfung gut überstanden", sagt Bertgen.

Sabine Bertgen wünscht sich hundeerfahrene neue Besitzer. Foto: Nina Borowski
Sabine Bertgen wünscht sich hundeerfahrene neue Besitzer.
Foto: Nina Borowski

Nachdem die erste Meldung vom Fund der Tiere viele Besucher ins Tierheim gelockt hat, fehlen nun ernsthafte Interessenten. Tierheimleiterin Bertgen vermutet: "Wir müssen bei einer Vermittlung darauf hinweisen, dass bei einigen Folgeerkrankungen möglich sein können. Ich sage extra können. Das muss nicht so sein. Es ist aber unsere Pflicht darauf hinzuweisen. Doch das schreckt viele ab, weil sie Kosten befürchten."

Aus Sicht der Tierexpertin ist der nicht artgerechte Transport allein nicht das Problem: "Die Welpen haben vorher schon einiges mitgemacht. Der Transport hat das natürlich nicht verbessert." Sie vermutet, dass es sich um Hinterhofwelpen handelt, die viel zu früh von ihrer Mutter getrennt wurden. Was die Tiere jetzt brauchen, ist Sozialisierung. "Sie müssen lernen, wie das Leben läuft", sagt Bertgen und ergänzt: "Durch die zu frühe Trennung von ihrer Mutter haben sie beim Sozialverhalten einiges nicht gelernt." Bertgen wünscht sich für die Tiere hundeerfahrene Familien, denn: "Als Ersthund würde ich sie nicht empfehlen. Ich sage immer, das ist geballte Energie mit Fell. Erfahrung mit Hunden sollte schon vorhanden sein."

Zwei der kleinen Abenteuerer haben eine Sehnenverkürzung und dadurch ein krummes Bein. Doch das scheint sie wenig zu behindern. Karlchen springt und rennt mit den anderen über die Wiese. "Die Tiere bekommen Physiotherapie", sagt Bertgen und ergänzt: "Bei allen Tieren kann es sein, dass sich momentane Wehwehchen noch rauswachsen. Schließlich sind die Hunde ja erst 14 Wochen alt."

Weitere Infos gibt es unter Telefon 02631/553 56

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