40.000
Aus unserem Archiv
Kreis Neuwied

Mülltrennung im Kreis: Entsorger ziehen positive Bilanz

Stinkende Mülltonnen und Fliegenschwärme – im Sommer ist es besonders wichtig, die Empfehlungen der Kreisverwaltung Neuwied zu befolgen, damit keine unnötigen Gerüche und Probleme für die Abfallentsorger entstehen.

Wenn der Nachbar seinen Müll nicht trennt, wirkt sich das auch auf andere Hausbewohner aus.
Wenn der Nachbar seinen Müll nicht trennt, wirkt sich das auch auf andere Hausbewohner aus.
Foto: cno

"Die Deckel der Biomülltonnen sollten immer geschlossen sein und ein Standplatz im Schatten ist ratsam", erklärt Dietmar Kurz, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft bei der Kreisverwaltung Neuwied. Lagen von Zeitungspapier und Reisig können dabei helfen, dass nicht zu viel Feuchtigkeit in der Tonne entsteht.

Damit die Abfälle nicht zu viel Zeit zum Gären und Schimmeln haben, wird die Biomülltonne in der Zeit von März bis November einmal pro Woche geleert. Im Sommer landet neben den reinen Haushaltsabfällen wie Essensresten auch mehr Grünschnitt in den Tonnen, die sich so schneller füllen. Im Landkreis Neuwied wurden im vergangenen Jahr 30 199 Tonnen Biomüll produziert, die braune Tonne, in der diese Abfälle gesammelt werden, ist laut dem Ersten Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach schon seit vielen Jahren etabliert. "Wir liegen da bei der Erfassung landesweit an der Spitze", erklärt er stolz.

Zwar gebe es immer mal wieder Ausnahmefälle, in denen Menschen es mit dem Trennen nicht so genau nehmen, aber im Großen und Ganzen laufe die Entsorgung des Biomülls ohne Probleme ab. Das bestätigt auch Mats Klauer, Niederlassungsleiter der Sita in Neuwied. Seine Mitarbeiter sind für das Entleeren der Tonnen und den Transport zum Kompostwerk zuständig – mit 35 Fahrzeugen ist der Müllentsorger im Kreis unterwegs. Die Umstellung auf Seitenlader-Fahrzeuge habe im vergangenen Jahr sehr gut funktioniert. "Die Leute haben sich daran gewöhnt, die Tonnen mit der Öffnung zur Straße hin aufzustellen."

Zu den Störstoffen, die im Biomüll gefunden werden, zählen vor allem Plastiktüten: "Die Leute sollten ihre Abfälle eigentlich ohne Tüten in die Tonne werfen", erklärt Klauer. Diese Information ist aber bisher noch nicht bei allen Bürgern im Kreis angekommen. Um die Mülltrennung im Kreis zu verbessern, wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Informationskampagnen gestartet. Denn je besser getrennt wird, desto günstiger wird es letztlich. Dietmar Klauer: "Wir konnten die Gebühren unter anderem deshalb senken, weil die Leute so diszipliniert waren." Restabfälle seien wesentlich aufwendiger und somit teurer zu entsorgen. Während auf dem Land kaum große Fehler bei der Befüllung der Tonnen gemacht werden, sieht es in den Städten anders aus. Gerade in großen Wohnanlagen kommt es gelegentlich vor, dass sich die Müllabfuhr weigert, Tonnen mitzunehmen, weil nicht richtig getrennt wurde.

Werden solche Fehlbefüllungen festgestellt, kommen die Abfallberater zum Zuge. Einer von ihnen ist Dietmar Rodenbeck. In zahlreichen Bildern hat er festgehalten, wie Mülltonnen entgegengesetzt ihrer Bestimmung verwendet wurden. "In den Großwohnanlagen kommt es immer wieder zu Ein- und Auszügen – die Leute wissen nicht, wie sie hier zu trennen haben. Wir versuchen es ihnen zu erklären, was aber leider nicht immer dankbar angenommen wird", so Rodenbeck.

Sprachbarrieren sind dabei nur eines von vielen Problemen. Besonders gern werden die normalen Tonnen für Sperrmüll missbraucht, wie er und seine Kollegen zu berichten wissen. Sobald einer nicht richtig trennt, sinkt die Motivation der anderen im Haus, sich an die Richtlinien zu halten.

Informationen zur richtigen Trennung finden Sie im Internet unter www.abfall-nr.de/abc

Von unserer Redakteurin Christina Nover

Neuwied Linz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Neuwied
Sonntag

17°C - 29°C
Montag

17°C - 27°C
Dienstag

17°C - 28°C
Mittwoch

17°C - 29°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach