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Neuwied/Mainz

Ministerin zeichnet Stadttaubenhilfe Neuwied mit Tierschutzpreis aus

In Mainz hat Umweltministerin Ulrike Höfken den Tierschutzpreis 2017 des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Drei Preisträger teilen sich die Auszeichnung. Für ihren besonderen Einsatz für den Tierschutz geehrt wurden der Tierarzt Markus Gilles aus Burgbrohl, der Verein Stadttaubenhilfe Koblenz/Neuwied und Waltraud Prokopeck aus Pirmasens. Der mit insgesamt 6000 Euro dotierte Preis wurde zum 24. Mal vergeben.

Umweltministerin Ulrike Höfken (Zweite von links) mit den Tierschutzpreisträgern.
Umweltministerin Ulrike Höfken (Zweite von links) mit den Tierschutzpreisträgern.
Foto: Ministerium

„Die Auszeichnung soll dazu dienen, die Tätigkeit einzelner Personen und das Engagement von Gruppen im Tierschutz hervorzuheben und in besonderer Weise zu honorieren. Gleichzeitig soll er Anreiz sein für weiteres Engagement und als Vorbild für andere dienen“, betonte Umweltministerin Ulrike Höfken bei der Feierstunde. Als Anerkennung für diesen Einsatz schreibe die Landesregierung nicht nur jedes Jahr den Tierschutzpreis aus, sie fördere auch Tierschutzorganisationen und Tierheime finanziell. So seien allein 2017 rund 670.000 Euro bewilligt worden.

Haustiere angeschafft, ohne dafür die Kenntnisse, Fähigkeiten und räumlichen Möglichkeiten zu haben – das führt oft zur Überbelegung von Tierheimen. Aufklärung alleine hilft leider nicht immer weiter. Einige gesetzliche Rahmenbedingungen müssten dringend geändert werden. „Wir werden weiter in unserem Bemühen fortfahren, eine Änderung des Tierschutzrechts und damit einen besseren Schutz der Tiere zu erreichen“, so die Ministerin.

In der Kategorie „vorbildlicher Einzelbeitrag für den Tierschutz“ wird die Stadttaubenhilfe Koblenz/Neuwied geehrt. Der 2015 gegründete gemeinnützige Verein mit derzeit 28 Mitgliedern setzt sich für betreute Taubenschläge mit Populationskontrolle nach dem Augsburger Modell ein. Dabei werden die Tiere in einem Taubenschlag artgerecht gefüttert und mit Trinkwasser versorgt, die Brutplätze täglich gereinigt und die Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Kranke und verletzte Tiere werden medizinisch versorgt. Langfristig führt diese Taubenhaltung zu einer kleineren und gesünderen Stadttaubenpopulation und trägt nicht nur zum Tierschutz, sondern auch zur Stadtsauberkeit und einem besseren Verhältnis zwischen Tauben und Menschen bei.

Seit Mai 2016 betreibt die Stadttaubenhilfe Koblenz/Neuwied in Koblenz nach diesem Modell einen Taubenschlag in einem umgebauten Bauwagen. In Neuwied ist der nächste Taubenwagen gerade in Arbeit. Zudem pflegt der eingetragene Verein kranke und verletzte Tauben aus dem Großraum Koblenz und Neuwied. Seit seinem Bestehen wurden mehr als 300 Tiere betreut und medizinisch versorgt.

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