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    LinzMehr als 200 000 Euro notwendig: Linzer Verein sammelt Geld für Sanierung des Pulverturms

    Fördermittel in Höhe von 1300 Euro hat die Linzer Mauerbau-Initiative aus dem Topf der Leader-Region Rhein-Wied erhalten. Geld, das die Initiative gut gebrauchen kann, wie Vorsitzender Norbert Thelen im Gespräch mit der RZ verdeutlicht. Denn Ziel ist es, Spenden zu sammeln, um den Pulverturm zu restaurieren. „Die 1300 Euro verwenden wir, um einen Flyer herzustellen. Er soll weiter bekannt machen, dass der Pulverturm dringend renoviert werden muss“, erläutert Thelen. Dabei ist es sein Wunsch, für den Flyer auch Stadtbürgermeister Hans Georg Faust mit ins Boot zu holen. Denn diese Verbindung, so Thelen, verdeutliche, dass der Aufruf auch vonseiten der Stadt Linz ernst gemeint sei.

    Der Pulverturm in Linz soll saniert werden. Um die notwenigen Gelder dafür zu sammeln, will der Verein mithilfe eines Flyers auf das Mammutprojekt aufmerksam machen.  Foto: Silke Müller
    Der Pulverturm in Linz soll saniert werden. Um die notwenigen Gelder dafür zu sammeln, will der Verein mithilfe eines Flyers auf das Mammutprojekt aufmerksam machen.
    Foto: Silke Müller

    Die Sanierung des rund 15 Meter hohen Gebäudes gestaltet sich kostspielig. Der Vorsitzende der Mauerbau-Initiative geht von mehr als 200.000 Euro aus. Das Problem: Dem um das Jahr 1350 erbauten Pulverturm fehlt ein Dachhelm. „Über Jahre hinweg ist Regen reingefallen“, beschreibt Thelen die Situation. Dabei werde nicht nur das oberste Geschoss in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch die beiden darunterliegenden Gewölbe. „Das Regenwasser hat die Fugen der Gewölbe ausgewaschen“, sagt Thelen. Zwar sei die Statik derzeit noch kein Problem, es könne aber sein, dass der Turm mit der Zeit so ausgewaschen werde, dass unter Umständen Steine herausfallen würden. „Dann wäre das ganze Bauwerk gefährdet“, sorgt sich der Vorsitzende der Linzer Mauerbau-Initiative. Ein weiteres Problem sieht er in dem zunehmenden Bewuchs am Kranz des Turms durch Bäume und Pflanzen. „Das bedeutet, dass sich die Wurzeln in die Fugen setzen und diese sprengen. Deshalb muss auch das beseitigt werden“, sagt Thelen.

    Dass die Sanierung des Pulverturms so teuer ist, rührt ihm zufolge von dem großen Aufwand her. So müssen die Fugen in den Gewölben, wie er beschreibt, von einem Gerüst aus geschlossen werden. „Die Pläne sind fertig, die Baugenehmigung liegt vor. Aber uns fehlt das Geld“, sagt der Vorsitzende der Linzer Mauerbau-Initiative. Für das Vorhaben rechnet er mit finanzieller Unterstützung: und zwar von Land, Kreis, der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Verbandsgemeinde und Stadt, zählt Thelen auf. „Die Stadt Linz hat bereits 30.000 Euro für den Dachhelm zugesagt“, berichtet er.

    Allein der Dachhelm inklusive Dachstuhl, Beschieferung und vier Gauben zum Hinausschauen kostet 70.000 Euro, informiert Thelen. Derzeit verfügt die Mauerbau-Initiative aber nur über Eigenmittel in Höhe von 5000 Euro. „Hinzu kommt Eigenleistung in Höhe von 5000 Euro. Das macht insgesamt bisher rund 10.000 Euro“, führt Thelen aus. Für die Sanierung der Gewölbe im Innern habe die Generaldirektion Kulturelles Erbe eine Förderung zugesagt. „Allerdings sind die Mittel noch nicht festgelegt worden“, so der Vorsitzende der Mauerbau-Initiative.

    Der Flyer, mit dem der Verein nun um finanzielle Unterstützung für das Mammutprojekt seitens der Bevölkerung werben möchte, soll auch einige historische Eckdaten über den Pulverturm mit seinem Durchmesser – je nach Höhe – von rund vier bis fünf Metern beinhalten. „Er hatte verschiedene Verwendungszwecke. So diente er unter anderem als Gefängnis“, berichtet Thelen. „Der wichtigste Zweck war aber, dass das Pulver trocken bleibt“, ergänzt er. Der runde Bau, so erläutert er abschließend, sei seinerzeit geeignet gewesen, um etwaigen Beschuss abzuwehren.

    Von unserer Redakteurin Silke Müller

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