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Kreis Neuwied

Masern: Kreis hat seit zwei Jahren keinen einzigen Fall verzeichnet

Während andernorts wie in Köln, Bonn oder auch im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis die Masern auf dem Vormarsch sind – die Stadt Köln zum Beispiel verzeichnet den größten Ausbruch seit 16 Jahren –, sieht es jenseits der Landesgrenze im Kreis Neuwied wesentlich entspannter aus.

Schützt am besten gegen Masern: die zweimalige Impfung. Foto: dpa
Schützt am besten gegen Masern: die zweimalige Impfung.
Foto: dpa

Wie das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung auf RZ-Nachfrage mitteilt, gab es hierzulande bisher weder in diesem Jahr noch 2017 einen Masernfall. 2016, so heißt es seitens der Behörde, wurde nur eine einzige Erkrankung eines anderthalb Jahre alten Kindes gemeldet. Damit liegt der Kreis Neuwied im Landestrend. Denn in Rheinland-Pfalz gab es zuletzt nur vereinzelt Masernfälle. 2017 waren es dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge 21, in dem Jahr davor 14 Fälle. Für 2018 verzeichnet das Institut landesweit bisher lediglich sechs Fälle. Zur Erinnerung: Im Mai hatte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler eine Impfkampagne gestartet, um „das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, die vollständige Elimination des Masernvirus weltweit, zu erreichen“ (die RZ berichtete).

Warum sich derzeit die Fälle jenseits der Landesgrenze häufen, der Kreis Neuwied aber bisher verschont geblieben ist, darüber kann man laut Dr. Christiane Dockhorn, Ärztin beim Kreisgesundheitsamt, nur spekulieren. „Man kann nicht pauschal sagen, dass im Kreis alle gut geimpft sind. Es gibt genug junge Erwachsene, die es nicht sind“, sagt sie und warnt: Wer keinen Schutz hat und in Kontakt mit einem Erkrankten ist, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Masern bekommen – es sei denn, man hat die Krankheit selbst schon gehabt.

Aus diesem Grund rät sie jungen Erwachsenen ab dem Geburtsjahr 1970, beim Hausarzt prüfen zu lassen, ob ein Schutz vorhanden ist. Wurde seinerzeit nur einmal geimpft oder fehlt der Schutz gänzlich, reicht ab einem Alter von 18 Jahren Dockhorn zufolge eine Impfung. Und sie empfiehlt, diese auch vornehmen zu lassen. Nach ihrem Wissensstand, so informiert sie, werden die Kosten dafür von der Krankenkasse übernommen.

Bei Kindern indes sieht das anders aus. Sie sollten eine zweimalige Impfung erhalten, um geschützt zu sein. „Geschieht das nur einmal oder keinmal, dann haben sie entweder keinen oder keinen ausreichenden Schutz“, erläutert Dockhorn. Derzeit ist die Impfquote bei Kindern relativ hoch. Von 1675 im Kreis Neuwied untersuchten i-Dötzchen 2017/2018 verfügten 1549 über ein geführtes Impfbuch, teilt das Gesundheitsamt mit. Davon waren 1455 Kinder vollständig gegen Masern – also zweifach – geimpft. Das entspricht einer Quote von 93,9 Prozent. Allein 56 Kinder (3,6 Prozent) waren demnach unvollständig, weil nur einmal geimpft. In nur 38 Fällen (2,5 Prozent) fehlte die Impfung gegen Masern gänzlich. sm

Weitere Informationen zu Masern gibt es im Internet unter www.rki.de oder www.bzga.de

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