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Neuwied

Marienhaus-Klinikum: Mit 10 Millionen Euro modernisiert

Mehr als zehn Millionen Euro sind investiert, rund eineinhalb Jahre Bauzeit bei laufendem Krankenhausbetrieb vergangen: Der nun kernsanierte Bettentrakt des Neuwieder Marienhaus-Klinikums St. Elisabeth ist am Freitag eingeweiht worden. Unter anderem 51 modernisierte Patientenzimmer, zehn neue Arzt- und Untersuchungsräume, eine neue Technikzentrale und eine sogenannte Wahlleistungsstation mit höherem Komfort hat das Krankenhaus vor zahlreichen Gästen präsentiert.

Viele Gäste kamen zur Einweihung
Viele Gäste kamen zur Einweihung
Foto: Marion Ziegler

Die Neuwieder Klinik sei damit nun eines der Flaggschiffe des Trägers, sagte der Vorstandsvorsitzende der Marienhaus-Gruppe, Heinz-Jürgen Scheid. Die Feierlichkeiten in Neuwied fallen in eine schwere Zeit für die Unternehmensgruppe: Sie hatte in den vergangenen Monaten verkündet, zwei ihrer Kliniken im Saarland und eine in Hessen schließen zu müssen.

Zukunft gesichert

In Neuwied unterdessen ist nun also der sogenannte Bauabschnitt 2.1 fertig geworden. Rund 5,9 Millionen Euro investierte der Krankenhaus-Träger selbst. Das Land Rheinland-Pfalz förderte die Sanierung mit 4,875 Millionen Euro. Zur Einweihung am Freitag nannte der rheinland-pfälzische Gesundheitsstaatssekretär David Langner die Klinik ein Flaggschiff. „Die Investitionen werden die Zukunft des Hauses sichern“, sagte Langner. Das Marienhaus-Klinikum Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach mit etwa 700 stationären und tagesklinischen Plätzen sei eines der größten Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz. Allein 455 dieser Plätze stellt die Klinik in Neuwied bereit.

Das Krankenhaus würdigte der Neuwieder SPD-Landtagsabgeordnete Fredi Winter als Aushängeschild, weit über die Grenzen der Stadt hinaus. „Ihr Haus genießt ein sehr großes Vertrauen in der Bevölkerung“, sagte er. Auch die Kaufmännische Direktorin des Marienhaus-Klinikums zeigte sich bei der Einweihung erfreut und dankte unter anderem dem Fürstenhaus zu Wied für eine gute und langjährige Verbindung.

Optisch verschönert

Saniert wurde zum einen das sechsstöckige Bettenhaus auf der alten rechten Haushälfte. Ziel und Schwerpunkt der Arbeiten sei es gewesen, die Patienten künftig besser versorgen zu können, berichtete einer der Architekten, Dieter Hof. Einerseits wurden die Räume optisch verschönert, Aufenthaltsräume fürs Personal wurden vom Hausinnern ans Tageslicht gebracht. Statt zuvor beengter Dreibettzimmer werden Patienten nun in 51 neuen Ein- und Zwei-Bettzimmern mit jeweils eigener Nasszelle untergebracht. Elektroleitungen, Lüftungs-, Gas-, Heizungs-, Wasser- und Abwasser-Installationen, und etwa EDV-Einrichtungen wurden erneuert.

Außerdem eröffnete die Klinik am Freitag gemeinsam mit Isabelle Fürstin zu Wied die neue Carmen-Sylva-Station auf der sechsten Ebene des Trakts. Für Architekt Hof ist diese sogenannte Wahlleistungsstation das Schmuckstück des Hauses. „Immer mehr Patienten wollen mehr Komfort und sind bereit, dafür mehr zu zahlen“, sagt er. Die Station bietet zuzahlenden Patienten etwa klimatisierte Zimmer, Kühlschränke und Tresore.

Der Förderverein Sonnenschein spendete der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin 45.000 Euro. Sie wurde kindgerechter gestaltet. „Das verschönert Kindern den schwierigen Krankenhaus-Aufenthalt zumindest optisch“, sagte Architekt Hof.

Von unserer Reporterin Marion Ziegler

Änderungen nach der Kernsanierung

Die Bauarbeiten begannen laut Architekt mit Verzögerung im Herbst 2015. Einige Änderungen sind:

  • Die Zahl der Patientenzimmer blieb gleich, ihre Struktur änderte sich: Neu sind sechs Eltern-Kind-Zimmer, drei Säuglingszimmer mit je vier Stellplätzen, 24 Zweibettzimmer für Erwachsene.
  • Auf der Wahlleistungsstation wurden je neun Ein- und Zweibettzimmer eingerichtet.
  • Zehn neue Arzt- und Untersuchungsräume entstanden, zudem Nebenräume wie etwa zwei Stationsstützpunkte, Arbeitsräume, Lager und Behindertentoiletten.
  • Auf Ebene 2 des Bettenhauses werden nun Kinder aller Altersstufen gebündelt behandelt. Die Kinderintensivstation bleibt nahe des Kreißsaals auf Ebene 3.
  • Saniert wurde auf einer Gesamtfläche von 4000 Quadratmeter.
  • Den ersten Bauabschnitt, die Errichtung eines achtstöckigen Erweiterungsbaus, förderte das Land mit rund 20,7 Millionen Euro, wie Gesundheitsstaatssekretär David Langner mitteilte. Er kündigte an, dass das Land auch die Modernisierung des zweiten Teils des Bettenhauses und verschiedener Funktionsbereiche wie auch die Sanierung der OP-Säle fördern werde. mzi

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