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    Imkern liegt im Trend: Vereine im Kreis Neuwied bilden verstärkt aus

    Imkern liegt im Trend: Vielen Menschen scheint wieder bewusster zu werden, wie wichtig Honigbienen für die Natur sind, das bemerken Imker im Kreis Neuwied. 23 potenzielle Neuimker bildet beispielsweise der Imkerverein Puderbach derzeit aus.

    „Die Nachfrage nach Ausbildung ist da“, sagt Vereinsvorsitzender Marc Andries. Seit drei Jahren setzt der Verein verstärkt auf Schulungen. „Es ist ein Handwerk, das man erlernen muss“, sagt Andries. Noch vor gut einem Jahrzehnt sei der typische Jungimker 50 Jahre und älter gewesen, beschreibt Andries. Heute liege das Einstiegsalter im Schnitt bei Anfang 40. Gestiegen ist auch der Frauenanteil unter Neuimkern. Etwa 40 Prozent der Teilnehmer des aktuellen Anfängerkurses seien Frauen. „Das spiegelt absolut den Zeitgeist wider“, sagt Andries. Noch vor gut einem Jahrzehnt imkerten kaum Frauen. Inzwischen sind im Puderbacher Verein mehr als einFünftel der Mitglieder weiblich. „Zum einen hat das mit der gesellschaftlichen Entwicklung zu tun: Frauen trauen sich heute auch an solche Hobbys ran“, vermutet Andries. Zum anderen werbe man inzwischen stärker um Frauen.

    Gründe für den Trend sieht Andries unter anderem in einem neuen Bewusstsein für Natur und Ernährung: Junge Familien hätten wieder einen Garten, legten Wert auf Selbstversorgung, die Kinder sollten mit der Natur in Berührung kommen. „Da spielt die Imkerei mit rein“, sagt Andries.

    Der typische Imker von damals habe zehn oder mehr Völker unterhalten. Honigproduktion sei oft ein Nebenerwerb gewesen. In der modernen Imkerei ist das anders: „Jungimker haben heute vielleicht zwei bis drei Völker“, sagt Andries. Die Honigproduktion steht nicht mehr im Vordergrund. Für Einsteiger ist die Imkerei vielmehr ein entspannendes Hobby. Das bestätigt auch der Kreisverbandsvorsitzende Uwe Hüngsberg: „Hobbyimker machen das nicht für Geld.“ Allein an der Völkerzahl gemessen, brauche es für einen Altimker rund zehn Jungimker.

    Mit einem Schnuppertag fängt die Ausbildung in der Regel an. Aus der Erfahrung weiß Hüngsberg: „Fast alle sind nach dem Tag heiß. Man wird infiziert.“ Es folgen Schulungstage mit Theorie und Praxis. Der Imkerverein Puderbach richtet übers Jahr verteilt mindestens zehn Lehrgangtage im außerschulischen Lernort in Linkenbach aus, berichtet Andries. Die Ausbildung übernehmen die Vorstandsmitglieder gemeinsam, Vereinsmitglieder informieren über Spezialthemen.

    1999 zählte der Puderbacher Verein elf Mitglieder mit insgesamt 36 Bienenvölkern. Inzwischen sind es 54 Mitglieder mit zusammen 215 Völkern. Das schreibt Andries' Ehefrau Esther Andries, Schriftführerin des Vereins, auch dem aktiven Vereinsleben zu. Angebote wie etwa ein regelmäßiger Imkertreff auch für Nichtmitglieder motivierten die Menschen.

    Betreiben Vereine keine Ausbildung, dann stagnieren in der Regel auch die Mitgliederzahlen, sagt Kreisverbandsvorsitzender Hüngsberg. Auch das Ehepaar Andries geht davon aus, dass bis zu ein Drittel der Teilnehmer des Anfängerkurses am Ende Neumitglieder im Verein werden.

    Von unserer Reporterin Marion Ziegler

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