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Urbach

Field Invasion: Die Grillparty, die zum Metalfestival wurde

Robin Brand

Angefangen hat es als Grillfest. Mittlerweile bewerben sich Bands aus ganz Deutschland, teilweise auch von außerhalb, um beim ehemaligen Grillfest in Urbach mitmischen zu dürfen, das heute Field Invasion heißt und zu einem schmucken, kleinen Metalfestival gereift ist. Am 19. Juli startet die zwölfte Auflage.

Auch als Besucher festivalerprobt: Max Barthels, Merlin Thran und Matthias Winter (von links) veranstalten am kommenden Wochenende in Urbach ihr eigenes Festival.
Auch als Besucher festivalerprobt: Max Barthels, Merlin Thran und Matthias Winter (von links) veranstalten am kommenden Wochenende in Urbach ihr eigenes Festival.
Foto: Robin Brand

Von Anfang an dabei sind Max Barthels, Matthias Winter und Merlin Thran. Mit Freunden schmeißen sie vor zwölf Jahren eine Grillparty auf einem Feld bei Urbach. Im Jahr darauf wird die Party auf zwei Tage ausgedehnt. „Wir waren Schüler und hatten Zeit“, erinnert sich Barthels. Als auf Anregung eines Gastes erstmals eine regionale Band eingeladen wird, ist das Festival geboren. Über die Musikrichtung wird nicht lange diskutiert. „Wir sind alles Metalheads“, sagt Winter. In den ersten Jahren konzentrieren sich die Macher auf regionale Bands. Mit der Zeit wird der Begriff weiter gefasst. Von Limburg, Koblenz oder Köln reisen die Metalbands ins beschauliche Urbach. Eine Band reist gar aus Italien an. Anfangs kommen etwa 200 Besucher, heute sind es mehr als 500, bis zu 1000 Fans würde das Gelände wohl fassen, schätzt Barthels. Groß bewerben muss die Field-Invasion-Crew ihr Festival nicht. „Vieles läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Metalszene ist unheimlich vernetzt“, sagt Winter. Das gilt für Fans und Bands gleichermaßen. Die Headliner schreiben die Macher selbst an, die restlichen Gruppen wählen sie unter den eingegangenen Bewerbungen aus. Nicht nur Regionalität spielt eine Rolle. „Wir wollen das Line-up vielfältig halten“, sagt Winter. Damit wurde in Urbach richtige Festivalatmosphäre geschaffen, sagt er. Das Field-Invasion habe nichts mit Kirmes oder Dorffest zu tun, betont auch Barthels. „Natürlich kommen auch Leute aus dem Dorf, aber das sind dann die Metalheads.“ Der Rest kommt aus ganz Deutschland.

Die Kinderkrankheiten der ersten Auflagen hat die Crew längst ausgemerzt. Die aus Paletten zusammengezimmerte Bühne der ersten Jahre ist einer Holzbühne im Mittelalterlook gewichen, verlässliche Lieferanten für Aggregator, Bauzäune und Dixieklos sind gefunden. „Mittlerweile lassen wir uns alles liefern“, erzählt Barthels. Eine Konsequenz, die er und seine Kollegen aus der Erfahrung mit dem Lieferanten der günstigsten Bauzäune gemacht haben. Dieser kam nicht zum vereinbarten Zeitpunkt, lieferte die Zäune ohne Füße an und wirbelte die Planungen durcheinander. „Verlässlichkeit ist das wichtigste“, sagt Winter über die Planung eines Festivals.

Fünfzehn Bands hat die Crew für dieses Jahr ausgewählt. Sechs von ihnen spielen am Freitag, die restlichen am Festivalsamstag. Los geht es aber schon am Donnerstag. Gegrillt werden muss schließlich auch, die Wurzeln des Festivals vergessen die Macher nicht.

Von unserem Redakteur Robin Brand

Kombiticket kostet 25 Euro

Das Field-Invasion-Festival in Urbach startet am Donnerstag, 19. Juli. Ab Freitag betreten dann die Bands die Bühne in Urbach.

An zwei Open-Air-Tagen spielen insgesamt 15 Bands die etwas härteren Töne. Zudem gibt es nach den Liveauftritten eine Open-End-Biergartenparty. Das Festivalgelände befindet sich in fußläufiger Entfernung vom Urbacher Schwimmbad. Tickets kosten an der Abendkasse für Donnerstag und Freitag 15 Euro, der Samstag kostet 18 Euro, das Kombiticket für alle drei Tage 25 Euro. Urbacher kommen gegen Vorlage des Personalausweises für 10 Euro Tageskasse rein. Headliner sind die Death-Metal-Band Path of Destiny und Fateful Finality, die auf Thrash Metal setzen. Songs der Bands und Infos zum weiteren Line-up unter www.Field-Invasion-Festival.com

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