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    Erneuerbare Energien: Handwerker im Kreis profitieren vom Trend – Industrieunternehmen eher nicht

    Spätestens seit der Atomkatastrophe in Japan ist klar: Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Gerade für die Wirtschaft bieten sich in diesem Markt Chancen, die in den kommenden Jahren noch deutlich steigen werden. Doch sind unsere heimischen Gewerbetreibenden im Kreis Neuwied für den Trend gerüstet und haben bereits einen Fuß in der Tür? Die Antwort ist ein klares Jein.

    Kreis Neuwied - Spätestens seit der Atomkatastrophe in Japan ist klar: Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Gerade für die Wirtschaft bieten sich in diesem Markt Chancen, die in den kommenden Jahren noch deutlich steigen werden. Doch sind unsere heimischen Gewerbetreibenden im Kreis Neuwied für den Trend gerüstet und haben bereits einen Fuß in der Tür? Die Antwort ist ein klares Jein.

    Denn viele Handwerker sind kräftig in diesem Bereich aktiv und erzielen gute Umsätze mit Aufträgen für Fotovoltaikanlagen, Solarthermie, Wärmedämmungen und – wenn auch in deutlich geringerem Maße – Erdwärme (Geothermie).
    In der Industrie dagegen gibt es im Kreis Neuwied nur wenige Betriebe, die in diesem Segment aktiv sind. Oder wie Dietmar Rieth, Geschäftsführer der Energieagentur Mittelrhein (EAM), es drastischer ausdrückt: „Wir sind Wüste!“ Rieth verweist in diesem Zusammenhang auch auf eine von der EAM geförderte Diplomarbeit. Student Dominik Martens hatte hier die Raiffeisenregion (Verbandsgemeinden Rengsdorf, Puderbach, Dierdorf und Flammersfeld) untersucht und gut ausgebildete Handwerker und ein hohes Potenzial an erneuerbaren Energien gefunden, aber auch auf fehlende Netzwerke hingewiesen und eine geringe Wirtschaftskraft ausgemacht.
    Eine der wenigen Ausnahmen in der Industrie ist die Neuwieder Lohmann Gruppe, bei der es seit Anfang 2010 mit Peter Harendt sogar einen eigenen „Verantwortlichen für die globale Geschäftsentwicklung im Bereich Erneuerbare Energien“ gibt. Er berichtet im Gespräch mit der RZ, dass sein Unternehmen bereits seit 19 Jahren in diesem Bereich aktiv ist und ihn als einen von drei strategischen Märkten definiert hat.
    Das Unternehmen beliefert mit seinen Klebeverbindungen unter anderem die Hersteller von Solarkollektoren und Windkraftanlagen. „Für uns ist das wirtschaftlich ein wichtiges Standbein“, betont Harendt und spricht von einem „deutlich zweistelligen Prozentanteil“, den der Bereich Erneuerbare Energien vom Gesamtumsatz des Unternehmens ausmacht. Und für die nächsten fünf Jahre erwartet er ein „massives Wachstum“.
    Kreis-Handwerksmeister Kurt Krautscheid berichtet im Gespräch mit der RZ zum Beispiel davon, dass sich der neue Berufszweig der „Solarteure“ entwickelt hat. Dies gehöre meiste zum Job der Elektriker, aber er kenne tatsächlich einige, die sich nur noch damit beschäftigen.
    Aber nicht nur Elektriker, sondern auch Maurer, Dachdecker, Zimmerer und Heizungsbauer profitierten von den neuen Trends. Und Krautscheid ist sicher, dass sich dieser noch verstärken wird. „In der Ökoenergie steckt auf jeden Fall Potenzial“, sagt er und unterstreicht: „Die Handwerker im Kreis sind in da auf dem Stand der Dinge. Aber das geht auch gar nicht anders. Die Kunden merken, ob einer davon Ahnung hat oder nicht. Und wer das heute nicht mehr leisten kann, der verschwindet vom Markt.“ (Ulf Steffenfauseweh)

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