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Kreis Neuwied

Erfreuliche Zahlen: Deutlich mehr Fünftklässler angemeldet

Nach drei Jahren mit sinkenden Schülerzahlen liefern die weiterführenden Schulen im Kreis Neuwied wieder eine Erfolgsnachricht: Mit Ablauf der Anmeldefrist zählt die Kreisverwaltung deutlich mehr Fünftklässler und 67 (plus 4) auch mehr Klassen für das nächste Schuljahr. Noch wichtiger für den zuständigen Kreisbeigeordneten Michael Mahlert ist aber die Erkenntnis: „Keiner der Schulstandorte ist gefährdet, wenngleich wir aber weiterhin unsere Sorgenkinder haben.“

Erstmals seit zehn Jahren verzeichnet das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Neuwied (Foto) mehr Anmeldungen als das RWG.  Foto: Jörg Niebergall
Erstmals seit zehn Jahren verzeichnet das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Neuwied (Foto) mehr Anmeldungen als das RWG.
Foto: Jörg Niebergall

Gymnasien, IGS und Realschulen plus haben dem Kreis bislang 1477 neue Schüler gemeldet. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass sich in den nächsten Wochen noch einige hinzugesellen werden, deren Eltern etwa den Anmeldetermin verschwitzt haben. Gleichwohl liegt die aktuelle Schülerzahl schon jetzt um 50 höher als im Vorjahr – und wurde zuletzt für das Schuljahr 2013/2014 (1520) das letzte Mal überboten. Als Ursachen für den Anstieg nennt Mechtild Laupichler, beim Kreis für Schulen zuständig, einen geburtenstarken Jahrgang und die Flüchtlingswelle in den Jahren davor.

Hinzu kommt: Längst nicht jeder Viertklässler im Kreis besucht auch eine weiterführende Schule an Rhein und Wied. Um die Dimension zu verdeutlichen: In der aktuellen 4. Klassenstufe lernen kreisweit etwa 1630 Schüler. Auf der anderen Seite besuchen dafür Schüler aus den Nachbarkreisen und NRW die Schulen im Kreis Neuwied. Da ist der Elternwille nach wie vor ausschlaggebend.

Davon abgesehen verstärken sich beim Blick auf die Zahlen Trends: Einer betrifft die Gymnasien, die sich eines ungebrochenen Ansturms erreuen. Die 615 Anmeldungen (56 mehr als 2016/2017) sind der mit Abstand höchste Wert der vergangenen fünf Schuljahre. Besonders augenfällig ist die Entwicklung in Neuwied: Mit 256 erreichen die beiden Neuwieder Gymnasien die höchste Anmeldezahl seit 2006. Das Werner-Heisenberg-Gymnasium kann mit 137 Anmeldungen, 31 mehr als im Vorjahr, massiv zulegen. Entsprechend startet die Schule mit fünf satt bisher vier 5. Klassen ins Schuljahr. Damit liegt das WHG erstmals seit zehn Jahren wieder vor dem Rhein-Wied-Gymnasium (119 Anmeldungen, 11 weniger als im Vorjahr, 5 Klassen). „Die Entwicklung ist für beide Schulen positiv zu bewerten, da beide über die gleiche Raumkapazität verfügen“, so Laupichler.

Ein Aufwärtstrend ist auch Martinus-Gymnasium Linz zu beobachten: Dort liegen 88 Anmeldungen vor (plus 11), was künftig zu 4 statt 3 Klassen führt. Höhere Schülerzahlen vermelden zudem das Wiedtalgymnasium Neustadt mit 125 Anmeldungen (plus 7) und das Martin-Butzer-Gymnasium Dierdorf mit 146 (plus 18). Bei beiden Schulen bleibt es bei 5 Klassen.

Die IGS Neuwied kann sich weiterhin kaum vor Anmeldungen retten, womit wir bei Trend Nummer zwei wären. Laut Michael Mahlert waren es zum Stichtag 226. Gleichwohl darf die Schule nur 112 Schüler aufnehmen. Angesichts des ungebrochenen Zuspruchs für diese Schulform sagt der Dezernent: „Da müssen wir noch mal intensiv in die Diskussion einsteigen, ob nicht doch noch eine zweite IGS machbar ist.“ Knackpunkt wird aber neben der Standortfrage auch da wieder sein, dass der Bedarf für eine weitere Oberstufe im Kreis nachgewiesen werden muss.

Trend Nummer drei zeichnet sich bei den Realschulen plus ab: Die Zahl der Fünftklässler dort sinkt erneut – wenn auch nur leicht von 758 auf aktuell 750. Auch hier ist innerhalb von Neuwied Auffälliges zu erkennen. Gegenteilige Entwicklungen gibt es in Irlich und Niederbieber. Während die Carmen-Sylva-Schule einen deutlichen Rückgang von 79 auf 58 Anmeldungen verkraften muss (nur noch 3 satt 4 Klassen), ist die Anmeldezahl in Ihrlich von 73 auf 102 gestiegen. Dort stockt man die Klassenzahl gleich um zwei auf dann 5 auf. Ein Trend lasse sich da aber nicht ablesen, so Laupichler, da es in den Vorjahren oft ähnliche Verschiebungen gegeben habe. Die Heinrich-Heine-Schule bleibt momentan mit 50 Anmeldungen noch hinter dem Vorjahreswert von 59 zurück. Der Kreis geht aber davon aus, dass sich wie in den Vorjahren noch Nachzügler anmelden.

Die weiteren Schulen im Überblick: Die Realschule plus in Neustadt meldet mit 58 Fünftklässlern 9 weniger als im Vorjahr, es bleibt aber bei 3 Klassen. Die Schule in Linz meldet 75 Anmeldungen (minus 1, 4 Klassen), die in Asbach 52 (minus 9, weiterhin 3 Klassen), und die in Puderbach meldet wie im Vorjahr 51 Fünftklässler für 3 Klassen. Die Realschule plus Dierdorf verbucht ein Plus von 9 Anmeldungen. Damit liegen 126 Anmeldungen vor, was die Zahl der Klassen von 5 auf 6 anwachsen lässt. Die Schule in Rheinbrohl legt im dritten Jahr nacheinander zu: 71 Neuanmeldungen liegen vor, 7 mehr als im Vorjahr. Es bleibt bei 3 Klassen. Die Freie Christliche Schule Neuwied rechnet 48 Schülern (minus 1, 2 Klassen).

Die „Sorgenkinder“ sind unverändert die Schulen in Unkel und Waldbreitbach. In Unkel sind derzeit 28 Kinder angemeldet (minus 5, 2 Klassen). Gleichwohl geht die Kreisverwaltung davon aus, dass sich wie in den Vorjahren vor allem Eltern aus NRW noch dazu entschließen, ihre Kinder anzumelden. Waldbreitbach blickt auf aktuell 30 Anmeldungen, womit die Zweizügigkeit gewährleist ist. Dazu Mechtild Laupichler: „Erfreulich ist da, dass zehn der angemeldeten Kinder aus dem Rengsdorf Land kommen. In der Vergangenheit waren das nur etwa 2 pro Schuljahr.“ Da scheint nach der Fusion etwas zusammenzuwachsen.

Von unserem Redakteur Ralf Grün

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