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Kreis Neuwied

Bauern und Winzer: 40 Direktvermarkter aus dem Westerwald präsentieren sich

Gute Restaurants setzen immer häufiger auf sie, und Ernährungsberater wie Spitzenköche raten eindringlich zu ihrer Verwendung: Regionale Produkte sind im Trend. Beim Essen auf die möglichst nahe Herkunft der Lebensmittel zu achten, ist längst nicht mehr allein Sache von „Ökos". Und so gibt es jetzt für die drei Landkreise Neuwied Altenkirchen und Westerwald auch eine neu aufgelegte, gemeinsame Broschüre mit Hinweisen, wo man diese Lebensmittel am besten bekommen kann: bei den Direktvermarktern.

Foto: Ulf Steffenfause

Kreis Neuwied. Gute Restaurants setzen immer häufiger auf sie, und Ernährungsberater wie Spitzenköche raten eindringlich zu ihrer Verwendung: Regionale Produkte sind im Trend. Beim Essen auf die möglichst nahe Herkunft der Lebensmittel zu achten, ist längst nicht mehr allein Sache von „Ökos". Und so gibt es jetzt für die drei Landkreise Neuwied Altenkirchen und Westerwald auch eine neu aufgelegte, gemeinsame Broschüre mit Hinweisen, wo man diese Lebensmittel am besten bekommen kann: bei den Direktvermarktern.

Foto: Ulf Steffenfause

Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

Insgesamt 40 landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Produkte auch selbst an den „normalen" Kunden verkaufen, präsentieren sich in dem 35 Seiten starken DIN-A5-Heft. Die verschiedenen Hofläden, Weingüter und Wildkammern stellen dabei in kurzen Sätzen ihren Betrieb, ihre Produkte und Öffnungszeiten vor. Für eine gute Übersicht gibt es außerdem eine Tabelle, welcher Hof welche Art von Produkten im Sortiment hat, einen Jahreszeitenkalender für die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sowie eine Landkarte, auf der die Anbieter eingezeichnet sind.

Letztere zeigt auch ganz klar, wo die Schwerpunkte liegen: in der Nähe der Ballungsgebiete. So gibt es die meisten Direktvermarkter rund um die Stadt Neuwied und entlang des Rheins (da vor allem die Weingüter). Auch im Einzugsgebiet von Mittelzentren wie Altenkirchen, Wissen und Hachenburg gibt es mehrere Direktvermarkter. In den ganz ländlichen Gebieten sind sie dagegen rarer gesät.

Für Xaver Maxein vom Heimbacher Hofladen, in dem die neu aufgelegte Broschüre gestern offiziell vorgestellt wurde, eine klare Sache. „Wir sprechen vielleicht drei oder vier Prozent der Bevölkerung an. Da braucht man ein gewisses Einzugsgebiet", meinte er im Gespräch mit der RZ.

Für Landrat Rainer Kaul, der auch im Namen seiner Amtskollegen Michael Lieber (Altenkirchen) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis) sprach, ist die von den Sparkassen der drei Kreise unterstützte Gemeinschaftsinitiative eine sinnvolle Aktion. „Regionale Produkte bedeuten nicht nur Spezialität, sondern auch Qualität", betonte er. „Und sie beweisen, dass der Westerwald ein vielfältiges Angebot bietet, sich gut und gesund zu ernähren." Kurze Transportwege garantierten Frische und einen für den Kunden nachvollziehbaren Ursprung. „Das gibt Sicherheit", sagte der Landrat, wies aber auch auf das – an sich selbst schon bemerkte – widersprüchliche Kundenverhalten hin: Direktvermarkter hätten nämlich immer dann am meisten zu tun, wenn der nächste Lebensmittelskandal in der Presse stehe, der Käufer vergesse dann aber relativ schnell wieder. Mit der Broschüre, von der 7500 Stück gedruckt worden sind, wolle man die Betriebe daher unterstützen.

-> Die Broschüre liegt in allen Rathäusern der drei Kreise aus, kann im Internet angefordert und unter www.wir-westerwaelder.de eingesehen werden. Die Internetversion wird zudem laufend aktualisiert, wenn sich weitere Direktvermarkter melden und in den Katalog aufgenommen werden wollen.

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